Aufruf zur Demonstration gegen Höcke in Offenbach am 12. Februar

Am 12. Februar will der Afd Vorsitzende des rechtsradikalen „Flügels“ Björn Höcke nach Offenbach kommen und seine faschistische, menschenverachtende Hetze verbreiten. Sein Auftritt soll vor dem Rathaus an der Flamme stattfinden, dem Ort des Gedenkens an die Nazigewalt. Ein Jahr nach den rassistischen Morden in Hanau, nach dem Mord an Walter Lübcke will Höcke in unserer Nachbarstadt wieder seine Nazigesinnung laut werden lassen. 

Dagegen bildet sich ein breites Bürgerbündnis, die Gewerkschaften rufen zu einer Gegenkundgebung auf.

Wir, die Initiative 9. November e.V. unterstützen diesen Aufruf des DGB. Seit Jahren erinnern wir in dem Hochbunker an der Friedberger Anlage an die Gräueltaten der Nazis. Wir können nicht zulassen, dass sich dies wiederholt. 

Kommt bitte alle zu der Gegenkundgebung am 12.2.21 um 13 Uhr am Offenbacher Rathaus.

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Kontakte zur Samson Raphael Hirsch Schule gesucht

Samson Raphael Hirsch Schule (undatiertes Foto, vermutlich 1890er Jahre)

Liebe Ehemalige der Samson Raphael Hirsch Schule,
die Mitglieder der Initiative 9. November e.V., Anton Jakob Weinberger und Iris Bergmiller-Fellmeth, forschen derzeit über die Samson Raphael Hirsch Schule. Wir würden uns freuen, wenn Sie uns dabei behilflich sein könnten. Gerne würden wir Kontakt zu ehemaligen Schülern und Schülerinnen aufnehmen, oder zu Familienmitgliedern, Freundeskreisen, die eventuell noch über Erinnerungen, Dokumente, Fotografien etc. verfügen. Interessiert sind wir auch an Informationen über ehemalige Lehrer.

Bitte nehmen Sie doch Kontakt mit uns auf:
iris@bergmiller.de, antonjakobweinberger@gmail.com

oder per Post an:
Initiative 9. November e.V.
Postfach Nr. 600131 in 60331 Frankfurt am Main

War da was? Frankfurt am Main im Nationalsozialismus

Die Initiative 9. November ist Teil des Frankfurter Netzwerks für Erinnerungskultur und wir freuen uns die folgende Veranstaltung anzukündigen:

Fr 30. und Sa 31.10.2020

Die Aufarbeitung des Nationalsozialismus ist keine allein staatliche und institutionelle Aufgabe, sondern ist und bleibt eine gesamtgesellschaftliche Herausforderung. Gerade hier in Frankfurt haben in den letzten Jahrzehnten privat organisierte Initiativen einen wertvollen Beitrag geleistet. Die Tagung, organisiert vom Frankfurter Netzwerk für Erinnerungskultur, möchte diese Arbeit sichtbar machen.

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Zur Erinnerungskultur der Initiative 9. November e.V. – eine Bilanz 2020

Nachdem es der Frankfurter Börneplatzbewegung 1987 nicht gelungen war, die Beseitigung der Fundamente der Judengasse durch die städtischen Behörden zu verhindern, fand sich am Ort Friedberger Anlage 5 -6 eine Gruppe nicht-jüdischer und jüdischer Frankfurter Bürger in der Initiative 9. November e.V. zusammen, um gemeinsam dafür zu kämpfen, dass sich Vergleichbares niemals mehr wiederholt. Der Ort war gezielt gewählt: im Novemberpogrom von 1938 war hier die größte Frankfurter Synagoge, jene der Israelitischen Religionsgesellschaft zerstört worden. In der weiteren Folge wurden die Mitglieder ihrer Gemeinde und schließlich die Juden des Viertels vertrieben und viele von ihnen ermordet. Den Platz ließen die Nazis dann von französischen Zwangsarbeitern mit einem 5-stöckigen Luftschutzbunker überbauen. Als sich die Initiative 1988 mit dem Datum der Pogromnacht in ihrem Namen gründete, war diese Geschichte in Frankfurt fast völlig vergessen.

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Vorschau Synagogenausstellung

Marc Grellert: Ausstellung „Synagogen in Deutschland – Eine virtuelle Rekonstruktion“ ist in Vorbereitung

Kern der Ausstellung sind digitale Bilder und animierte Kamerafahrten, die die einstige Pracht der Synagogen zeigen. Gleichzeitig erinnert sie an die Umstände der Zerstörung und die Vertreibung und Ermordung der Juden in Deutschland. Eingeleitet wird die Ausstellung mit einem Überblick zur Geschichte jüdischer Sakralarchitektur vom Tempel in Jerusalem bis hin zu den Bauten im 20. Jahrhundert in Deutschland. Hierauf folgen die drei Bereiche „Wahrnehmung“, „Eskalation“ und „Rekonstruktion“.

Nun soll sie dauerhaft ihr Domizil in Frankfurt erhalten. Als Ort hierfür ist der Bunker an der Friedberger Anlage vorgesehen. Er wird als Gedenkort durch die „Initiative 9. November“ betrieben und beherbergte in zwei Stockwerken bereits verschiedene Ausstellungen zur NS-Zeit oder jüdischer Geschichte mit Schwerpunkt auf Frankfurt. Geplant ist, das zweite Obergeschoss für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen und die virtuellen Synagogen dort zu präsentieren.

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