Bis Ende August zeigen wir die Wanderausstellung. Anschließend wird sie an verschiedenen Orten in Frankfurt zu sehen sein.

„[Frankfurt am Main] war eine schöne Stadt voll intellektueller Anregung und berühmt für ihre Theater, ihre Konzerte und ihre Oper. Außerdem war sie gefüllt mit Leuten, die die Kunst voranbringen wollten. Viel wurde für moderne Musik und moderne Malerei getan. Avantgarde-Stücke wurden in den Theatern aufgeführt. Eine der außergewöhnlichsten Privatsammlungen musikalischer Handschriften und Erstausgaben war in den Händen von Paul Hirsch.“
Frida Kahn über Frankfurt um 1921, aus dem Englischen in Generation in turmoil, New York 1960, S. 112
Im Sommersemester 2025 fand an der Goethe-Universität ein Kooperations-Seminar zum Thema „Jüdische Musiker:innen in Frankfurt bis zum Nationalsozialismus“ statt. Ausgangspunkt war die Ausstellung „Musik als Form geistigen Widerstands“ von Joachim Carlos Martini im Bunker an der Friedberger Anlage 5-6. Ziel des Seminars war es, die größtenteils vergessene Musik hiesiger jüdischer Komponistinnen zum Klingen zu bringen. Hierfür wurden Biografien recherchiert und verschriftlicht sowie Noten und Tonaufnahmen ausfindig gemacht. Auf Grundlage des gefundenen Notenmaterials ist die Musik in Konzerten hörbar. Mitwirkende Personen und Initiativen Renata Berlin, Hedayet Djeddikar, Nora Eggers, Johanna Eichhorn, Jim Igor Kallenberg, Sachli Gertler, Birgit Krapohl, die Teilnehmenden des Seminars „Jüdische Musiker:innen in Frankfurt bis zum Nationalsozialismus“.
Die Wanderausstellung ist eine Kooperation von Goethe-Universität, HfMDK, Initiative 9. November e.V., Musica Judaica e.V. und der Frankfurter Gesellschaft für neue Musik e.V. statt. Ziel ist es, die vergessenen Frankfurter jüdischen Musiker:innen wieder sichtbar und hörbar zu machen.
