8. Mai 2021: 76 Jahre Befreiung

15 Uhr Kranzniederlegung am Mahnmal für die Opfer des NS-Regimes an der Paulskirche mit Oberbürgermeister Peter Feldmann, Lothar Reininger für den Förderverein für die Errichtung einer Gedenk- und Bildungsstätte KZ-Katzbach in den Adlerwerken und zur Zwangsarbeit in Frankfurt am Main, Stephan Wirtz für den Förderverein Roma und Frankfurter Schüler:innen, die den Aufruf des 8. Mai-Bündnisses vortragen. Moderation Alex Wagner (DGB)

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Ursula Trautwein: „Den Bahnhofsvorplatz nach Oskar Schindler benennen“

Ein kleiner Artikel von Bettina Behler in „Panorama, Evangelisches Frankfurt und Offenbach“ macht aufmerksam auf einen Vorschlag von Ursula Trautwein, die auf Einladung des scheidenden Ortsbeiratsvorsitzenden Oliver Strank den Mitgliedern des Ortsbeirats 1 nahelegte, den Vorplatz am Hauptbahnhof Frankfurt „Oskar-Schindler-Platz“ zu nennen. Dessen Haltung und Handeln als Retter von mehr als tausend Jüdinnen und Juden wurde Millionen Menschen in aller Welt durch den Film von Steven Spielberg „Schindlers Liste“ vor Augen geführt. Nach dem Krieg lebte Schindler in Frankfurt, zuletzt in der Kaiserstraße im Bahnhofsviertel. Nur wenige Menschen in Frankfurt kannten ihn und seine Geschichte; das Ehepaar Trautwein gehörte dazu und war seit 1964 (bis zu seinem Tod 1974) nicht nur mit ihm befreundet, sondern unterstützte ihn auch angesichts schwieriger sozialer Verhältnisse. Dieter Trautwein war Propst der Evangelischen Kirche, Ursula Trautwein SPD-Stadtverordnete. Die frühen Mitglieder unserer Initiative hatten noch das Glück, beide persönlich kennenzulernen sowie mit Dieter Trautwein auch in unserer Gruppe zusammenzuarbeiten und viel von seinen Erfahrungen zu lernen.

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WI(E)DERSPRECHEN

Im Rahmen des szenischen Seminars »Bühnenbesetzungen. Die Affäre(n) um Rainer Werner Fassbinders (RWF) Stück ‚Der Müll, die Stadt und der Tod’« an der Goethe-Universität Frankfurt entstand unter dem Mentoring des Künstlers Tucké Royale ein Audiowalk, der entlang der Stationen des Kammerspiels des Schauspiel Frankfurt, der Paulskirche, dem Börneplatz, der ehemaligen Synagoge an der Friedberger Anlage und dem 1. Polizeirevier führt. Der Audiowalk thematisiert die Bühnenbesetzung 1985 durch Mitglieder der Jüdischen Gemeinde, den Streit um den Börneplatz und dessen Besetzung 1987 ebenso wie die Geschichte der ehemaligen Synagoge an der Friedberger Anlage und der heutigen Nutzung des Ortes durch die Initiative 9. November, er nimmt den Streit um den von Martin Walser geforderten Schlussstrich unter die Shoah auf und diskutiert bis in die Gegenwart führend den NSU 2.0.

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Filmtipp: Wir leben weiter

Wie konnte nach 1945 in Frankfurt wieder jüdisches Leben entstehen? Nach der Shoah? Mit dem Trauma der Konzentrations- und Vernichtungslager? Von den Frankfurter Juden, die nicht rechtzeitig vor dem Nazi-Terror fliehen konnten, überlebten nur wenige die Shoah.

In dem Film wird unter anderem Fiszel Ajnwojner porträtiert, der auch Teil unserer Ausstellung Displaced Persons – Vom DP-Lager Föhrenwald nach Frankfurt am Main ist.

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Filmtipp: “Wir sind jüdische Deutsche”

Im Januar fanden im Hochbunker Dreharbeiten mit den Brüdern Fiszel und Simon Ajnwojner statt, es kam sogar der Kantor der Jüdischen Gemeinde Frankfurt, Yoni Rose, vorbei.

Teile der ARD Dokumentation “Wir sind jüdische Deutsche”, „Erbe und Identität seit 1945“ wurden in der Föhrenwald Ausstellung im Hochbunker gedreht. Der Film von Andrea Roth lief am Sonntag den 21.2.2021 um 15:45 bis 16:30 Uhr auf ARD

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Aufruf zur Demonstration gegen Höcke in Offenbach am 12. Februar

Am 12. Februar will der Afd Vorsitzende des rechtsradikalen „Flügels“ Björn Höcke nach Offenbach kommen und seine faschistische, menschenverachtende Hetze verbreiten. Sein Auftritt soll vor dem Rathaus an der Flamme stattfinden, dem Ort des Gedenkens an die Nazigewalt. Ein Jahr nach den rassistischen Morden in Hanau, nach dem Mord an Walter Lübcke will Höcke in unserer Nachbarstadt wieder seine Nazigesinnung laut werden lassen. 

Dagegen bildet sich ein breites Bürgerbündnis, die Gewerkschaften rufen zu einer Gegenkundgebung auf.

Wir, die Initiative 9. November e.V. unterstützen diesen Aufruf des DGB. Seit Jahren erinnern wir in dem Hochbunker an der Friedberger Anlage an die Gräueltaten der Nazis. Wir können nicht zulassen, dass sich dies wiederholt. 

Kommt bitte alle zu der Gegenkundgebung am 12.2.21 um 13 Uhr am Offenbacher Rathaus.

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Kontakte zur Samson Raphael Hirsch Schule gesucht

Samson Raphael Hirsch Schule (undatiertes Foto, vermutlich 1890er Jahre)

Liebe Ehemalige der Samson Raphael Hirsch Schule,
die Mitglieder der Initiative 9. November e.V., Anton Jakob Weinberger und Iris Bergmiller-Fellmeth, forschen derzeit über die Samson Raphael Hirsch Schule. Wir würden uns freuen, wenn Sie uns dabei behilflich sein könnten. Gerne würden wir Kontakt zu ehemaligen Schülern und Schülerinnen aufnehmen, oder zu Familienmitgliedern, Freundeskreisen, die eventuell noch über Erinnerungen, Dokumente, Fotografien etc. verfügen. Interessiert sind wir auch an Informationen über ehemalige Lehrer.

Bitte nehmen Sie doch Kontakt mit uns auf:
iris@bergmiller.de, antonjakobweinberger@gmail.com

oder per Post an:
Initiative 9. November e.V.
Postfach Nr. 600131 in 60331 Frankfurt am Main

War da was? Frankfurt am Main im Nationalsozialismus

Die Initiative 9. November ist Teil des Frankfurter Netzwerks für Erinnerungskultur und wir freuen uns die folgende Veranstaltung anzukündigen:

Fr 30. und Sa 31.10.2020

Die Aufarbeitung des Nationalsozialismus ist keine allein staatliche und institutionelle Aufgabe, sondern ist und bleibt eine gesamtgesellschaftliche Herausforderung. Gerade hier in Frankfurt haben in den letzten Jahrzehnten privat organisierte Initiativen einen wertvollen Beitrag geleistet. Die Tagung, organisiert vom Frankfurter Netzwerk für Erinnerungskultur, möchte diese Arbeit sichtbar machen.

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Gedenkveranstaltung 9. November zusammen mit der Jüdischen Gemeinde Frankfurt

Um vielen Nachfragen bezüglich unserer jährlichen Gedenkfeier zum 9. November am ehemaligen Ort der Synagoge Friedberger Anlage 5/6 nachzukommen, möchten wir Euch/Ihnen die wichtigsten Informationen dazu mitteilen. Auch wenn zum ersten Mal seit mehr als 30 Jahren durch die Pandemie unsere Planungen nicht umgesetzt werden können, eine eigene Veranstaltung nicht durchführbar ist, so öffnen wir doch selbstverständlich ab 14 Uhr unsere Ausstellungen im Bunker.

Ausgerichtet wird die Gedenkfeier in diesem Jahr von der Jüdischen Gemeinde Frankfurt; Im Namen unserer Initiative wird Dr. Kurt Grünberg sprechen. Von unserem Mitglied Dr. Marc Grellert werden virtuell erstellte Filmbilder der Synagoge der Israelitischen Religionsgesellschaft großflächig zu sehen sein. Am Ort der Gedenkstätter fanden die ersten Gedenkfeiern überlebender Jüdinnen und Juden nach der Shoah in Frankfurt statt.

Weitere Informationen und Programm der Jüdischen Gemeinde

Leider kann wegen der aktuellen Situation die Veranstaltung so nicht stattfinden. Wir arbeiten an einem alternativen Konzept.

Vorschau Synagogenausstellung

Marc Grellert: Ausstellung „Synagogen in Deutschland – Eine virtuelle Rekonstruktion“ ist in Vorbereitung

Kern der Ausstellung sind digitale Bilder und animierte Kamerafahrten, die die einstige Pracht der Synagogen zeigen. Gleichzeitig erinnert sie an die Umstände der Zerstörung und die Vertreibung und Ermordung der Juden in Deutschland. Eingeleitet wird die Ausstellung mit einem Überblick zur Geschichte jüdischer Sakralarchitektur vom Tempel in Jerusalem bis hin zu den Bauten im 20. Jahrhundert in Deutschland. Hierauf folgen die drei Bereiche „Wahrnehmung“, „Eskalation“ und „Rekonstruktion“.

Nun soll sie dauerhaft ihr Domizil in Frankfurt erhalten. Als Ort hierfür ist der Bunker an der Friedberger Anlage vorgesehen. Er wird als Gedenkort durch die „Initiative 9. November“ betrieben und beherbergte in zwei Stockwerken bereits verschiedene Ausstellungen zur NS-Zeit oder jüdischer Geschichte mit Schwerpunkt auf Frankfurt. Geplant ist, das zweite Obergeschoss für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen und die virtuellen Synagogen dort zu präsentieren.

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