Der erste Vortrag von Dr. Thomas Lutz aus unserer Veranstaltungsreihe „Orte der Verstörung – Orte der Erinnerung“ ist jetzt auf YouTube.
Orte der Verstörung – Orte der Erinnerung: Jörg Skribeleit
Am 13.11. um 18 Uhr ist Jörg Skriebeleit von der Gedenkstätte Flossenbürg zu Gast zum Thema Orte der Verstörung – Orte der Erinnerung.
Was sind „Verstörungsorte“? Orte, in der Stadt oder auf dem Land, die sich nicht einpassen in das Schöne, Gemütliche – sie erinnern wie ein Stachel an das Böse, das Vergangene, das nicht vergeht. Die dem Vergessen im Weg stehen.
Wir stellen die These auf, dass solche Orte nur dann diese Rolle erfüllen, also beitragen zum „Nichtvergessen“, wenn es dort eine aktive Gruppe gibt, die mit ihrer Arbeit an die Geschichte erinnert.
Wir sind selbst gespannt auf die Beiträge und die folgende Diskussion und würden uns freuen, wenn Sie diese Veranstaltung besuchen würden.
Presseerklärung der Initiative 9. November e.V.
Zum Gedenken an die Opfer des Massakers der Hamas am 7.10.2023 und als Reaktion auf den am vergangenen Mittwoch auf die Bunkerwand gesprühten antisemitischen/antizionistischen Text, haben wir die Namen einiger Orte, in denen Hamas Menschen massakriert hat, auf die Bunkerwand geschrieben: Nir Oz, Be´eri, Nahal Oz, Kfar Aza. Sie sollen als das absolut Böse in unsere Sprache Eingang finden, in eine Reihe mit Sabra und Shatila, Srebrenica und Butscha.
Renata Berlin,
Vorstand der Initiative 9. November e. V.
Presseerklärung der Initiative 9. November e.V. zu den antisemitischen/antizionistischen Schmierereien auf der Wand des Hochbunkers an der Friedberger Anlage am 1.11.2023
Wir sind zutiefst betroffen von der antisemitischen Schmiererei an der Fassade des
Hochbunkers am Ort der zerstörten Synagoge der Israelitischen Religionsgesellschaft, in dem wir, die Initiative 9. November Erinnerungsarbeit leisten.
Ein Mitglied unserer Initiative hat uns heute früh auf das unsägliche Graffiti hingewiesen. Der Vorfall ist der Polizei gemeldet und auch als Antisemitische Tat dem Rias. Im Laufe des Tages haben wir zahlreiche Anrufe erhalten und Unterstützung angeboten bekommen. Am frühen Nachmittag kam ein Maler und hat die Wand gestrichen.
Renata Berlin,
Vorstand der Initiative 9. November e. V.
9.11.2023: Erinnern an den 9. November
Wir laden alle ein, am Gedenken an die Pogrome 1938 teilzunehmen. Am 9. November werden wir, wie jedes Jahr, am Ort der zerstörten Synagoge der Israelitischen Religionsgesellschaft um 17 Uhr Kerzen anzünden. Wir werden eine kurze Ansprache halten. Mit Beginn der Dämmerung wird der World Jewish Congress eine Fassadenprojektion mit der virtuellen Rekonstruktion (TU Darmstadt, FG Digitales Gestalten) der Synagoge der Israelitischen Religionsgesellschaft an die Außenwand des Hochbunkers zeigen. Die Ausstellungen im Hochbunker sind ab 17 Uhr geöffnet.
Orte der Verstörung – Orte der Erinnerung: Thomas Lutz
In der Auftaktveranstaltung hat Thomas Lutz am 16.10. einen Überblick über die Arbeit der Gedenkstätten seit den achtziger Jahren gegeben. Hier kurze Statements zur Bedeutung der Gedenkstätten vor Ort und zu der Bedeutung der Bunker für die Nationalsozialisten.
Szenische Lesung und Podiumsdiskussion: Nicht nur die Synagogen brannten – 85 Jahre Novemberpogrom in Frankfurt am Main
LEBEN ALS VERFOLGTE IN DER STADT DER TÄTER
IV. Tagung des Netzwerks Erinnerungskultur
Am Samstag, den 18. November, organisiert das Netzwerk Erinnerungskultur, dessen Mitglied wir sind, einen ganztägigen Workshop zum Thema „Leben als Verfolgte in der Stadt der Täter“. Anhand von Biographien der Menschen aus verschiedenen Gruppen der Opfer des Naziregime, die nach dem Krieg in Frankfurt gelebt haben, wollen wir zeigen, dass die Verfolgung nicht mit dem 8.5.1945 zu Ende war. Der Umgang mit ihnen, die Schikanen der Behörden, der Schulen, der Krankenhäuser, der zivilen Bevölkerung waren die Fortsetzung dessen, was sie und ihre Familien im 3. Reich erlitten haben. Wichtig ist uns dabei, dass alle diese Opfergruppen – Homosexuelle, Sinti und Roma, Zeugen Jehovas, s.g. Asoziale, Zwangsarbeiter, Euthanasie Opfer, Widerstandskämpfer, Juden – gleichermaßen weiter verfolgt wurden, manche von ihnen wurden als Opfer des Naziregimes sehr früh anerkannt, andere, wie Homosexuelle, erst sehr spät. Mit dieser Veranstaltung wollen wir auch zeigen, dass es keine Opfer erster oder letzter Klasse gibt, dass es keine „Opferkonkurrenz“ geben darf.
Die Veranstaltung findet am 18.11. von 10 – 17 Uhr im Haus am Dom statt, wir freuen uns sehr, wenn Sie kommen würden.
All that matters – Worauf es ankommt
Das Theater La Senty Menti zeigt ein Theaterstück für alle ab 9 Jahren
Uraufführung: Do 9.11. 18 Uhr | Fr 10.11. 10 Uhr | Sa 11.11. 18 Uhr | Mo 13.11. 10 Uhr | Di 14.11. 9 + 11 Uhr Mi 15.11. 10 Uhr im Theaterhaus Frankfurt, Schützenstraße
„Hoffnung ist wie eine Flamme. In einem Moment ist sie stark, im nächsten ist sie fast erloschen. Aber es bleibt immer ein Funke übrig.“ Es sind poetisch-hoffnungsvolle Erinnerungen wie diese, die uns die elfjährige Vera in ihrem Tagebuch hinterlässt.
mehr …Vortrag: EIN DENKMAL FÜR HEINRICH HEINE IN FRANKFURT
Wir freuen uns eine Veranstaltung des Instituts für Stadtgeschichte ankündigen zu können. Sie haben Björn Wissenbach eingeladen über das Heine Denkmal zu sprechen. Wir sind vor Ort und bringen mehrere Exemplare des Buchs mit.
Der Einweihung des Heine-Denkmals in der Friedberger Anlage 1913 ging eine 30jährige Schlammschlacht in der Presse voraus. 1933 stürzten die Nationalsozialisten das von Georg Kolbe gestaltete Denkmal vom Sockel, das nur unter glücklichen Umständen die Diktatur im Städelgarten überstand. Nach 1945 wurde es in der Taunusanlage neu postiert und 2023 nahe dem ursprünglichen Standort wiedererrichtet. Der Vortrag beleuchtet die Genese des Denkmals und die Gesellschaftsdebatten darum.
Referent: Björn Wissenbach, FFM
Ort: Karmeliterkloster
Veranstalter: Gesellschaft für Frankfurter Geschichte e.V. (GFG) / Institut für Stadtgeschichte
6 €, ermäßigt 3 €, frei für GFG-Mitglieder
Orte der Verstörung – Orte der Erinnerung: Thomas Lutz
Wir sind selbst gespannt auf die Beiträge und die folgende Diskussion und würden uns freuen, wenn Sie diese Veranstaltungen besuchen würden.
Montag 16. Oktober 18 Uhr
Thomas Lutz – International Council for Memorial Museums for Victims of Public Crimes
Einführung in das Thema
Montag 13. November 18 Uhr
Jörg Skriebeleit – Leiter der KZ-Gedenkstäte Flossenbürg und Direktor des Zentrums Erinnerungskultur an der Universität Regensburg
Montag 4. Dezember 18 Uhr
Andrea Riedle – Direktorin Stiftung Topographie des Terrors, Berlin
Solidarität mit Israel! 14.10.2023
Solidarität mit Israel in Frankfurt: „Wir müssen reden, reden, reden“
FRANKFURTER RUNDSCHAU vom 11.10.2023

Renata Berlin von der Initiative 9. November zum Terror in Israel und den Folgen in Frankfurt. Besonders einen Fehler dürfe die Welt nicht wiederholen, sagt sie.
Stand with Israel – Solidarität mit Israel
Die Landesarbeitsgemeinschaft der Gedenkstätten und
Erinnerungsinitiativen zur NS-Zeit in Hessen (LAG Hessen) ist
entsetzt über die terroristischen Angriffe auf Israel und Jüdinnen
und Juden weltweit. Die unzähligen grausamen Bilder und
Berichte lassen uns fassungslos zurück. Israel ist mit einem
maßlosen Vernichtungswillen von Hamas und ihren
internationalen Unterstützern konfrontiert.
Umso schockierender ist die Kälte und das fehlende Mitgefühl
gegenüber Jüdinnen und Juden in Deutschland. Wir möchten
unsere Anteilnahme zum Ausdruck bringen und solidarisch sein
mit der israelischen Gesellschaft und allen, die von diesem
Terror betroffen sind.
Der Sprecher:innenrat für die LAG Hessen


