Ursula Trautwein: „Den Bahnhofsvorplatz nach Oskar Schindler benennen“

Ein kleiner Artikel von Bettina Behler in „Panorama, Evangelisches Frankfurt und Offenbach“ macht aufmerksam auf einen Vorschlag von Ursula Trautwein, die auf Einladung des scheidenden Ortsbeiratsvorsitzenden Oliver Strank den Mitgliedern des Ortsbeirats 1 nahelegte, den Vorplatz am Hauptbahnhof Frankfurt „Oskar-Schindler-Platz“ zu nennen. Dessen Haltung und Handeln als Retter von mehr als tausend Jüdinnen und Juden wurde Millionen Menschen in aller Welt durch den Film von Steven Spielberg „Schindlers Liste“ vor Augen geführt. Nach dem Krieg lebte Schindler in Frankfurt, zuletzt in der Kaiserstraße im Bahnhofsviertel. Nur wenige Menschen in Frankfurt kannten ihn und seine Geschichte; das Ehepaar Trautwein gehörte dazu und war seit 1964 (bis zu seinem Tod 1974) nicht nur mit ihm befreundet, sondern unterstützte ihn auch angesichts schwieriger sozialer Verhältnisse. Dieter Trautwein war Propst der Evangelischen Kirche, Ursula Trautwein SPD-Stadtverordnete. Die frühen Mitglieder unserer Initiative hatten noch das Glück, beide persönlich kennenzulernen sowie mit Dieter Trautwein auch in unserer Gruppe zusammenzuarbeiten und viel von seinen Erfahrungen zu lernen.

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WI(E)DERSPRECHEN

Im Rahmen des szenischen Seminars »Bühnenbesetzungen. Die Affäre(n) um Rainer Werner Fassbinders (RWF) Stück ‚Der Müll, die Stadt und der Tod’« an der Goethe-Universität Frankfurt entstand unter dem Mentoring des Künstlers Tucké Royale ein Audiowalk, der entlang der Stationen des Kammerspiels des Schauspiel Frankfurt, der Paulskirche, dem Börneplatz, der ehemaligen Synagoge an der Friedberger Anlage und dem 1. Polizeirevier führt. Der Audiowalk thematisiert die Bühnenbesetzung 1985 durch Mitglieder der Jüdischen Gemeinde, den Streit um den Börneplatz und dessen Besetzung 1987 ebenso wie die Geschichte der ehemaligen Synagoge an der Friedberger Anlage und der heutigen Nutzung des Ortes durch die Initiative 9. November, er nimmt den Streit um den von Martin Walser geforderten Schlussstrich unter die Shoah auf und diskutiert bis in die Gegenwart führend den NSU 2.0.

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Filmtipp: Wir leben weiter

Wie konnte nach 1945 in Frankfurt wieder jüdisches Leben entstehen? Nach der Shoah? Mit dem Trauma der Konzentrations- und Vernichtungslager? Von den Frankfurter Juden, die nicht rechtzeitig vor dem Nazi-Terror fliehen konnten, überlebten nur wenige die Shoah.

In dem Film wird unter anderem Fiszel Ajnwojner porträtiert, der auch Teil unserer Ausstellung Displaced Persons – Vom DP-Lager Föhrenwald nach Frankfurt am Main ist.

Film in der HR-Mediathek anschauen

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