Stand with Israel – Solidarität mit Israel

Die Landesarbeitsgemeinschaft der Gedenkstätten und
Erinnerungsinitiativen zur NS-Zeit in Hessen (LAG Hessen) ist
entsetzt über die terroristischen Angriffe auf Israel und Jüdinnen
und Juden weltweit. Die unzähligen grausamen Bilder und
Berichte lassen uns fassungslos zurück. Israel ist mit einem
maßlosen Vernichtungswillen von Hamas und ihren
internationalen Unterstützern konfrontiert.
Umso schockierender ist die Kälte und das fehlende Mitgefühl
gegenüber Jüdinnen und Juden in Deutschland. Wir möchten
unsere Anteilnahme zum Ausdruck bringen und solidarisch sein
mit der israelischen Gesellschaft und allen, die von diesem
Terror betroffen sind.

Der Sprecher:innenrat für die LAG Hessen

Heine vor Ort

Geliebt und gehasst – Das Denkmal für Heinrich Heine in Frankfurt
Björn Wissenbach, Hrsg. Initiative 9. November

Kein anderes Denkmal in Frankfurt spiegelt die grausame Geschichte des 20. Jahrhunderts so eindrücklich wider. Genauso wie der Ort des Bunkers in der Friedberger Anlage. Er wurde von den Nazis anstelle der zuvor von ihnen zerstörten Synagoge der Israelitischen Religionsgesellschaft gebaut. Beide, Synagoge und Denkmal, standen nahe beieinander, gehörten zum ehemaligen jüdischen Ostend. Und erlitten das gleiche Schicksal von Hass
und Zerstörung. Der Bunker ist heute der Erinnerungs- und Gedenkort an jüdisches Leben und jüdische Kultur, an Widerstand gegen alte und neue Nazis, an Terror und Krieg. Heinrich Heine steht als Dichter, Satiriker und Politiker für Aufklärung und Gerechtigkeit, für Freiheit und Demokratie – wie auch die Initiative 9. November.

Das Buch von Björn Wissenbach zur Geschichte des Denkmals ist während unserer Öffnungszeiten im Bunker sowie in der Karl Marx Buchhandlung in der Jordanstrasse 11 und der autoren buchhandlung marx & co im Grüneburgweg 76 erhältlich.

Zur ökologischen und kulturellen Bedeutung und zum Schutz der Wallanlagen

Redebeitrag von Rosemarie Heilig, Dezernentin für Umwelt, Klima und Frauen zur Einweihung des Heine Denkmals

Sehr geehrte Damen und Herren

Herzlichen Dank, dass ich an diesem besonderen Tag, an diesem besonderen Ort sprechen darf.

Der Sommer 2023 war mit seinen hohen Temperaturen rekordverdächtig – aber auch mit Überflutungen, Stürmen, verheerenden Waldbränden – es scheint, dass kaum eine Region in der Welt verschont blieb. Wir sind mitten in der Klimakrise. 

Unser Klima implodiert schneller, als wir darauf reagieren können.

Frei nach Heinrich Heines berühmten Zitat, möchte ich fast sagen „Denk ich an Frankfurt in der Nacht, bin ich um den Schlaf gebracht“, wenn ich an die großen Aufgaben denke, die wir in Frankfurt – wie in anderen Metropolen auch – stemmen müssen, um die Stadt auf die Folgen des Klimawandels und der Erderwärmung vorzubereiten und sie als eine für alle lebenswerte und liebenswerte Heimat zu erhalten.

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Willkommen zurück: Bewegte Geschichte des Heine-Denkmals

Foto von Dezernentin Dr. Ina Hartwig

Redebeitrag von Dr. Ina Hartwig, Dezernentin für Kultur und Wissenschaft zur Einweihung des Heine Denkmals

Heine soll von Denkmälern nicht viel gehalten haben. Reine Geldmacherei und Selbstbeweihräucherung der Auftraggeber, was mit der eigentlichen Kunst wenig zu tun habe.

Dennoch wollte die Stadt Frankfurt ein Zeichen setzen. Ein politisches Zeichen. Für das stark jüdisch geprägte liberale Frankfurt hatte Heine nachvollziehbarerweise eine große Bedeutung.

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Frankfurt vereint für Demokratie!

Frankfurt vereint für Demokratie!

Mahnwache für Demokratie und gegen antidemokratisches und rechtes Gedankengut

Der Landesverband der AfD wird seit zwei Jahren vom Thüringer Verfassungsschutz als „erwiesen rechtsextremes Beobachtungsobjekt“ eingestuft. Am 25. Juni 2023 gewann ein Kandidat eben jenes Landesverbands erstmals eine Landratswahl. Im benachbarten Sachsen-Anhalt in der Stadt Raguhn-Jeßnitz wurde am vergangenen Sonntag erstmal ein AfD-Kandidat zum hauptamtlichen Bürgermeister gewählt.

Dass so viele Wählerinnen und Wähler in Deutschland Kandidaten einer verfassungsfeindlichen und rechtsextremen Partei, die die parlamentarische Demokratie ablehnt, ihre Stimme geben, ist alarmierend. Wir sind besorgt, dass Vertreter dieser antidemokratischen Partei in Kommunalverwaltungen konkrete Handlungsmöglichkeit und Machtinstrumente in die Hand bekommen. Wir werden darauf achten, dass sie diese nicht nutzen, um Menschen auszuschließen und ihre menschenverachtende Ideologie in konkreten Maßnahmen umzusetzen.

Wir stehen zusammen zur Verteidigung der Demokratie und gegen Hass und Hetze, gegen Rassismus, Antisemitismus, Frauen*feindlichkeit und Queerfeindlichkeit. Alle Menschen, die aufgrund bestimmter Eigenschaften ausgegrenzt und angegriffen werden, verdienen unsere Solidarität und Unterstützung.

Eine wehrhafte Demokratie lebt von der Toleranz gegenüber der Vielfalt an Meinungen, aber gegen Verfassungsfeinde stehen wir als demokratische Parteien und zivilgesellschaftliche Organisationen gemeinsam ein!

In diesem Jahr haben wir in Frankfurt mit dem Paulskirchenfest den 175. Jahrestag des Zusammentritts der Nationalversammlung 1848 gefeiert. Diese Versammlung hat in unserer Stadt das erste Mal unveräußerliche Grundrechte für alle Bürger festgelegt.  Auf diesen Grundrechtskatalog haben sich die demokratischen Bewegungen in Deutschland seitdem immer wieder bezogen; und er ist in weiter entwickelter Form auch in unser Grundgesetz von 1949 eingeflossen. Diese Verfassung schützt seit 74 Jahren die Menschen in diesem Land und ihre Freiheit, Gleichheit und ihre Menschenwürde. Nach dem NS-Regime, der Shoah und seinen anderen Verbrechen mahnt uns das Grundgesetz die deutsche Verantwortung und die Wachsamkeit gegenüber Gefahren für die Demokratie ernst zu nehmen. Diese Verfassung gilt es in einer wehrhaften Demokratie gegen ihre Feinde zu schützen.

Hier stehen wir in Frankfurt vereint für die Demokratie!

Daher rufen wir gemeinsam am 10. Juli ab 18 Uhr am Paulsplatz zu einer Mahnwache auf.

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