Die Zerstörung der Synagoge in der Friedberger Anlage im Novem­ber 1938

Dr. Ulrike Müller-Weil

Vorwort

Der vorliegende Beitrag ist ein Versuch, die Zerstörung der Synagoge der Israelitischen Religi­onsgesellschaft in der Friedberger Anlage wäh­rend des Novemberpogroms von 1938 zu rekon­struieren. Im Fokus stehen das Handeln der Opfer und Täter sowie der histori­sche Ort, die Syna­goge und deren unmittelbare Um­gebung.

Besucherinnen und Besuchern des heutigen Gedenk- und Erinne­rungsorts ist die Sicht auf das einstige Areal der Synagoge weitgehend durch den im Zweiten Weltkrieg errichteten Hochbunker ver­baut. Die vor­liegenden Ausführungen sollen dazu beitragen, diesen Blick ein Stück weit frei­zule­gen. Im Zentrum steht die Frage, was wäh­rend des Novemberpogroms an diesem Ort pas­sierte. Zudem werden auch die histo­rischen Vorbedingungen skizziert.

Der Beitrag basiert auf der Auswertung von Zeitzeugenberichten, die einen authentischen Blick auf die Ereignisse werfen. Die Be­richte oder Interviews erfolgten mehrheitlich mit deutlicher zeitlicher Distanz zum November­pogrom. Auch wenn sich das Ge­dächtnis täu­schen kann oder späteres Wissen mit in die Erinne­rung eingeflossen sein mag, stellen Augenzeu­genberichte wert­volle historische Quellen dar, die der Tradierung des Erlebten die­nen. Daneben werden auch Quellen herangezogen, die den je­weiligen Gegenwartszweck erfüllten. Dazu zählen etwa Zei­tungsartikel, NS-Schriftgut oder die Be­richte der Feuerwehr.

Das Ostend vor dem Novemberpogrom  

Ab 1933 wurde das Ostend von der NSDAP systematisch unterwandert. Antisemitische Anfein­dungen nahmen zu. Bereits am 31. Ja­nuar 1933 veranstaltete die NSDAP-Orts­gruppe Ostend ei­nen Vortragsabend mit dem Kreisleiter des Kreises Groß-Frankfurt, Walter Kramer[1], um 20:30 Uhr „bei Mank Röderbergweg 122“. Die Einladung trug die Überschrift „Ham­merschläge der Wahrheit für je­den Stand!“ Der Kreisleiter sprach über „Große Pläne keine Taten“. Als Un­kos­tenbeitrag wurden 20 Pfennig bzw. 10 Pfennig für „Er­werbslose“ erho­ben.[2] Wenn Kramer über Pläne sprach, die der Umsetzung bedürften, so thematisierte er im Wesentlichen die im Partei­programm von 1920[3] sowie in Hitlers „Mein Kampf“[4] veröffentlichten politisch-ideologischen Ziele der NSDAP, die mit der Machtübernahme realisiert werden sollten.

Als Veranstaltungsort wurde der „Röderbergfelsenkeller“ im Röderbergweg 122 gewählt. Die Gaststätte verfügte über einen großen Saal.[5] Man erwartete regen Zulauf. Durch Plakatie­rung, Örtlichkeit und geringen Eintritt sollte das Publikum angelockt werden.

Ebenfalls im Röderbergfelsenkeller fand am 5. Dezember 1933 ein Vortrag von Wilhelm Müller-Scheld statt. In der An­kündigung hieß es, Müller-Scheld sei von „Reichsminister Dr. Goebbels mit der Landesleitung für Volksaufklärung und Propaganda“ be­auftragt worden. Man bat zu die­ser „öffentliche[n] Ver­sammlung“ um „rechtzeitiges Erscheinen“. Mit 15 Pfen­nig lag der Eintritt niedriger als bei dem Vortrag des Kreisleiters. „Erwerbslose“ erhiel­ten freien Zugang. Die Orts­gruppe stellte zu­dem gegen einen geringen Monatsbeitrag Teilnehmerkarten für der­artige „Kul­turveranstal­tun­gen“ aus.[6] Der NS-Staat finanzierte sich über Mit­gliedsbeiträge und Spenden, aber auch über Veranstaltungen.[7]

Die NSDAP-Ortsgruppe Sandweg, die in der Friedberger Anlage 18[8] ihren Sitz hatte, zeichnete sich durch ihre Parteiarbeit aus. Im Sommer 1934 wurde die Ortsgruppe zusam­men mit fünf weiteren Frankfurter Ortsgruppen zur „Muster-Ortsgruppe“ ernannt. Damit sollten sich die übri­gen 42 Ortsgruppen angespornt fühlen.[9] Die Parteistruktur auf kommu­naler Ebene sollte gefestigt werden.

Am 17. Juni 1933 fand eine „Werbe­veranstaltung“ der NSDAP im Zoogesell­schaftshaus statt. Nach dem Einmarsch des Nachrichten­sturms der SA-Standarte 81 hielt der Sturm­führer eine An­sprache. Auf dem Pro­gramm standen Gesänge und Märsche. „Fackelschwingen“ und ein „Wei­he­spiel“ sorgten für ideologisch-mysti­sche Darbietungen. Der Zweck der Ver­an­staltung zu Gunsten von Erwerbslosen so­wie Tanz, Tombola und Preisschießen sollten das Publi­kum anzie­hen.[10] In geselliger Atmosphäre wurde für die Ziele der Par­tei ge­worben. Der na­tional­sozialis­tische Um­bau war mit „Aufbruchstimmung und Un­terhaltung verbunden.“[11]

Die NS-Parteiarbeit im Ostend traf auf ein jüdisch geprägtes Viertel. Religiöse, sozi­a­le und kul­turelle jüdi­sche Einrichtungen sowie koschere Geschäfte bestimmten das Bild.  Im Jahre 1925 lag der Anteil der jüdischen Bevölkerung bei 16,7%, während deren An­teil an der ge­samten Stadtbe­völkerung 6,3% betrug. Diese Angaben gelten im Wesentlichen bis zur Vertreibung und Depor­tation der Juden in der NS-Zeit.[12]

Die jüdische Bevölkerung Frankfurts wurde von den NS-Be­hörden nahezu komplett erfasst. Im Dezember 1934 erschien eine Broschüre ohne Verfasserangabe. Als Herausgeber wurde „Otto Fi­scher, Ffm-Rödelheim, Drei­spitz­straße 6“ angegeben. Der Druck erfolgte in der „Frankfurter Volks­blatt-Druckerei“.[13] Da das Frank­fur­ter Volksblatt „Amtliches Organ der NSDAP für den Gau Hes­sen-Nassau[14]war,wird die Herkunft der Broschüre offensichtlich. Un­ter dem Titel „Eine Antwort auf die Greuel- und Boykotthetze der Juden im Aus­land“ wurden zu die­sem Zeit­punkt in Frank­furt lebenden Jüdinnen und Juden mit Adressen und Berufen aufgelis­tet.

Im Vor­wort gaben die Ver­fasser an, mit dieser Bestandsaufnahme „den Beweis zu erbrin­gen, wieviel Ange­hörige dieser Rasse auch heute noch im nationalsozialisti­schen Deutsch­land bei bester Ge­sund­heit ihren Ge­schäften nachgehen kön­nen.“ Der Vorwurf vom ´Terror gegen die Ju­den´ solle ent­kräftet werden. Das Vorwort endete mit der anti­semitischen Parole „´Wer vom Ju­den frißt, stirbt daran´“.[15] Jede Seite dieser Broschüre enthielt am unteren Rand die Auffor­de­rung „Vergiß nicht das Vor­wort zu le­sen!“

Bereits im März 1935 erschien eine zweite Auflage. Den Herausgeber hätten zahlreiche Hinweise aus der Stadtbevölkerung auf fehlende oder fälschlich aufge­führte Namen erreicht. Die Leser­schaft wurde aufgefordert, weitere Korrekturen mitzuteilen.[16]

Die Verteilung der Bro­schüre an Pri­vat­haushalte ging über einen internen behördlichen Verwen­dungszweck hinaus. Die Stadtbevölkerung wurde Teil der antisemitischen NS-Politik, die die jüdische Bevölke­rung akribisch erfasste und öffentlich stig­matisierte. Es entstand ein Instrumenta­rium, mit dem Diskriminierung und antisemitische Über­griffe effektiver umgesetzt werden konnten. Viele der hier erwähnten Jüdinnen und Juden wurden in der NSDAP-Broschüre aufgeführt. Zudem finden sich zahlreiche Verzeichnete in der Deportations­liste der Frankfurter Jüdischen Gemeinde wieder.[17]

NSDAP-Broschüre

Foto: NSDAP-Broschüre: Eine Antwort auf die Greuel- und Boykotthetze der Juden im Ausland, hrsg. von Otto Fischer, Frankfurt am Main 1934, Buchdeckel, Privatbesitz

Parallel zur wachsenden Akzeptanz der NSDAP in der Bevölkerung nahmen die antijüdischen Anfeindungen seit 1933 zu. Die Ausgrenzung der jüdi­schen Bevölkerung aus dem gewohnten Alltag zeigte sich auch im Ostend. Noch bevor staatliche Regelungen griffen, wurden jüdische Schülerinnen und Schüler zum Verlassen öffentlicher Schulen ge­nötigt. Im Jahr 1933 bestand der letzte jüdische Schüler das Abitur am Kaiser-Friedrichs-Gymna­sium, heute Heinrich-von-Ga­gern-Gymnasium.[18]

Bot der Besuch einer jüdischen Schule einen gewissen Schutzraum, bedeutete der Weg dorthin „eine tägliche Qual“. So beschrieb G. M., Schülerin der Samson-Raphael-Hirsch-Schule, ihre damalige Situation. Jü­dische Schülerinnen und Schüler seien auf dem Schulweg be­schimpft und verfolgt worden.[19] A. Dzialoszynski berichtete, dass er häufig in der Friedberger Anlage Über­fälle und Schläge habe erdulden müssen.[20]

Antisemitische Anfeindungen gingen nicht zuletzt von Schülern des benachbarten Kaiser-Fried­richs-Gymna­siums aus.[21] Der Schulweg wurde zum „Spießrutenlaufen“.[22] Dass „Nichtjuden“ „irgendet­was machen“ könnten, war bekannt, sodass Max Mayer, der in der Hölderlin­straße 10 wohnte, bereits vor 1938 nicht mehr auf die Straße gelassen wurde. Da er aber zur Schule gehen musste, sei er Auseinandersetzungen mit den Schülern des Kaiser-Fried­richs-Gym­nasiums aus­gewichen, indem er die Hanauer Landstraße genommen habe.[23] Yehuda Ariel habe sich die antise­mi­tischen Pro­vokationen seitens der Gymnasiasten nicht gefallen las­sen und sich mit diesen Tätlichkeiten mit dem Ranzen geliefert.[24]

Das Verhalten von Schülern des Kaiser-Friedrichs-Gymnasiums belegt die Übernahme des na­tionalsozialistischen Gedankenguts durch die junge Generation. Schulleiter Dr. Heinrich Wein­stock, Mitglied des NS-Lehrerbundes,[25] vollzog bis 1938 den „nationalsozialisti­sche[n] Um­bruch“. In einer Schulchronik er­wähnte er folgende Neuerungen: „Beamtengesetz, Schüler­aus­lese, Staatsjugendtag, Refor­men in Unterricht […] und Erziehung“. Die Wochenstunden der „Lei­besübun­gen“ sowie in den Fächern Ge­schichte und Erdkunde wurden erhöht. Ferner nahm man das Fach Biologie aus den Naturwissen­schaften heraus. Neben Latein und Griechisch stand jetzt auch Englisch auf dem Lehr­plan des humanistischen Gymnasiums. Wein­stock fasste zu­sammen, das Kaiser-Friedrichs-Gymnasium gehe „in die durch die natio­nalsozialisti­sche Erneue­rung von Volk und Staat bestimmte Zukunft“.[26]

Die antijüdische NS-Politik gewissermaßen konterkarierend, findet sich in den Magistratsakten das folgende Schreiben eines Bür­gers an den NS-Oberbürgermeister Dr. Krebs:

                                                               Frankfurt am Main den 29/5/1938

                    „Herrn Dr[.] Fritz Krebs          Hier

Die Frankfurter Sehenswürdigkeiten mehr[en] sich täglich.
Die neuste Schöpfung, die unter polz. [polizeilicher] Aufsicht entstand, ist in
der [ä]usseren Ausgestaltung der Synagoge Friedber­ger­anlage 6 entstanden [.]
Dieselbe wird täglich au[f] den Rundfahrten der aus­länd[ischen] Gäste
photo­graphiert & als Andenken von Frankfurt mit in die Heimat
genommen. A[usl]änd[ische] illustr[i]er[t]e B[lä]tter brachten sie schon in Wort & Bild [.]
Frankfurt ragt vor allen andern Grosstädten in Aus­schmückung
der Häuser als KULTURD[S]TADT hervor. Sie können[ ]stolz darauf sein[.]

                                Heil Hit[t]ler
                                        [F]ranz Müller“[27]

Der Verfasser wandte sich an den Oberbürger­meister, um seine Eindrücke von der geschmückten Synagoge begeistert zu schildern. Von der Ein­wei­hung im Jahre 1907 an[28] bis zum Jahr der Zerstö­rung faszinierte die Synagoge die Betrach­ten­den.

Im Verlauf des Jahres 1938 hatte sich die anti­semitische Politik des NS-Staates weiter verschärft. We­nige Tage vor dem Novemberpogrom wurden Ende Ok­tober 1938 17.000 Jüdinnen und Ju­den, die aus Po­len eingewandert waren, ausgewiesen und an die polnische Grenze abgescho­ben. Diese sogenannte „Polen-Aktion“ war auch im jüdisch ge­prägten Ostend spürbar.

Esther Clifford berichtete von ihrer Abschiebung am 28. Oktober 1938. Am frühen Morgen sei die Fa­milie von SS-Männern aufgefordert worden, die Woh­nung in der Hanauer Landstraße 84 sofort zu verlas­sen. Die Fami­lie sei auf einem Lastwagen, der im Viertel noch weitere Personen abholte, zu ei­nem über­füllten Gefängnissammelplatz und an­schließend zum Hauptbahnhof gefah­ren wor­den.[29] Antijüdische Anfeindungen, Massenausweisung sowie wenig später das November­pogrom ge­schahen in aller Öffentlichkeit. Opfer und Täter wohnten im Viertel in un­mittelbarer Nähe.[30] Brand­schatzung, Zerstörung, Plünderungen, Verhaftungen und Gewalttätigkei­ten passier­ten di­rekt vor der Haustür.

„Kinder, steht alle auf, die zünden die Synagoge an!“

7. bis 9. November 1938

In diesem zentralen Abschnitt wird die Zerstörung der Synagoge im Wesentlichen chronologisch darge­stellt. Dies dient dazu, die Ereig­nisse, die aus ver­schiedenen Perspektiven überliefert wur­den, zu ordnen.

Am Montag, dem 7. November 1938, wurde der deutsche Gesandtschaftsrat in Paris, Ernst vom Rath, von dem sieb­zehnjäh­rigen polnischen Juden Herschel Grynsz­pan angeschossen. Mit dem Attentat wollte dieser gegen die Zwangsdeportationen im Rahmen der „Polen-Aktion“ protestie­ren. Grynspans Eltern wurden Opfer dieser Massenausweisung.[31]

Etwa zeitgleich liefen die Vorbereitungen zu den jährlich am 9. November stattfindenden Ge­denkfeiern anlässlich des gescheiterten Hitlerputsches von 1923. Am Dienstag, dem 8. November 1938, erschien dazu ein Artikel im Frankfurter General-Anzeiger. Darin hieß es, dass die „Orts­gruppen der NSDAP“ „in be­sonderen Veranstaltun­gen der Toten der Bewegung“ geden­ken wür­den. Etwa 40 Veranstaltungen wurden nach Orts­gruppen alphabetisch aufgeführt. Ver­samm­lungsorte waren etwa Gaststätten, Turnhallen, Vereinshäu­ser oder Säle. Man traf sich am Mitt­woch, dem 9. No­vember 1938, um 20:00 Uhr oder 20:30 Uhr. Die Bevölkerung werde „geschlos­sen“ an der „Veranstaltung der zu­ständigen Ortsgruppe der NSDAP“ teilnehmen.[32]

Am Spätnachmittag des 9. November 1938 erlag Ernst vom Rath seinen Ver­letzun­gen. Hitler erhielt diese Nachricht während eines Essens bei der Gedenkfeier der NS-Führung in Mün­chen. Nach einer Unter­redung mit Joseph Goebbels verließ Hitler die Veranstaltung. Goebbels teilte den Anwesenden die To­desnachricht mit und löste das Pogrom aus.[33] Als Vor­wand für die gewalttä­tigen Ausschreitungen gegen die jüdische Bevölke­rung diente der Tod des Diplomaten.[34]

Am Abend des 9. November 1938 waren Täter und Helfer greifbar. Goebbels´ Aufruf zum Pog­rom ließ sich unmittelbar und zeitnah umsetzen. Denn die NSDAP-Ortsgruppen, die an diesem Abend zu „Feier­stunden“ des Gedenkens zusammen­gekommen wa­ren, standen zur Verfügung. Um 20:00 Uhr hatte sich die Ortsgruppe Ostend im Zoogesellschaftshaus und die Ortsgruppe Sandweg im Kegler­sporthaus getroffen.[35]

Keglersporthaus

ISG FFM Best. S7A Nr. 1998-14088, Frontaufnahme Wingertstraße 29 (ca. 1924)

Das Keglersporthaus in der Wingertstraße 29 verfügte über Kegel­bahnen, ein Restaurant, einen Saal sowie Sitzungs- und Vereinszimmer. Die Räumlichkeiten wurden zu verschiedenen Zwe­cken vermietet. Die katholische Kirchengemeinde feierte dort etwa Fastnacht.[36] Im Zwei­ten Welt­krieg wurde das Gebäude zerstört.

Seit dem Attentat kursierten Warnungen unter der jüdischen Bevölkerung. Augenzeugin Alice Oppenheimer wurde am späten Abend des 9. November 1938, etwa gegen 21:30 Uhr, von ihrem christlichen Hausmeister durch Klopfen an der Woh­nungstür ge­warnt und zur sofortigen Ausreise aufgefordert.[37]

Gegen 22:30 Uhr endete die Gedenkfeier der NS-Führung in München. Bis Mitternacht wurden Gau­leitungen, SA- und NSKK-Geschäftsstellen sowie die Hit­lerjugend mobili­siert. Die Ausfüh­rung der Gewalttätig­kei­ten lag in erster Linie in den Händen von SA und HJ. SS, Gestapo und Poli­zei erfuhren erst gegen Mitternacht von dem beabsichtigten Pog­rom, als die Mobilisierung bereits lief. Hitler ord­nete an, dass sich die SS heraus­halten und die Gestapo für den Schutz der Juden und deren Eigentum sor­gen solle. Diese Aufga­be wurde je­doch unzureichend erledigt. SS, Gestapo und Polizei zeich­neten sich zudem für die parallel laufenden Verhaf­tungen jüdischer Bürger ver­antwortlich.[38]

10. November 1938

Der Morgen

Seit Mitter­nacht lief die Mobilisierung von SA, NSKK, HJ, Polizei und Feuerwehr in Frankfurt.[39] Am Donnerstag, dem 10. November 1938, versammelten sich ab 3:00 Uhr SA-Leute, HJ- und Partei­mitglieder in ihren Ortsteilen. Auf Lastwagen wurden Benzinkanister zu den Syna­go­gen trans­portiert. Gruppen aus SA und HJ erreichten auch die Synago­ge im Ostend.[40]

Die Zerstörung der Synagoge in der Friedberger Anlage begann am frühen Morgen des 10. No­vember 1938 gegen 4:30 Uhr. Christine Herrmann geb. Hau, die damals fünf­zehnjährige Tochter des christlichen Synagogenverwalters Justin Hau, erlebte den Beginn des Pogroms unmittelbar vor Ort. Familie Hau wohnte im zweiten Stock des rechten Flü­gel­baus der Synagoge. Herr Hau weckte seine Familie bereits um 4:30 Uhr. Frau Hermann zitierte ihren Vater mit der Aufforde­rung: „´Kinder, steht alle auf, die zünden die Synagoge an!`“.[41] Herr Hau habe die Synagoge auf­schließen müssen, nachdem er von etwa 15 bis 20 stark betrunkenen Personen, die teilweise SS-Uniformen und braune SA-Uniformen getragen hätten, unter Gewaltandrohung dazu gezwungen worden sei.[42] Darauf­hin hätten die Täter alles mit Ben­zin übergossen und angezündet. Familie Hau habe über­stürzt die Wohnung verlassen müssen. Nur kleinere Habseligkeiten seien ge­rettet worden.[43]

Die hier beschriebenen Täter hatten offensichtlich an den Gedenk­feiern der Ortsgrup­pen Ostend oder Sandweg am Vorabend teilgenommen, wurden dort um Mitternacht über den Aufruf zum Pogrom unterrichtet und verübten die Gewalttätigkeiten noch alkoholisiert am frühen Morgen des 10. No­vember. Einige Täter trugen weiterhin ihre Uniform, während andere bereits ihre Zi­vil­kleidung angezogen hatten. Denn das Pogrom sollte, nach Parteiversion, spontan von der Be­völ­kerung und nicht von den NS-Organisationen ausgehen.[44]

Am frühen Morgen gelang es Herrn Hau offenbar, wertvolle Kultge­genstände aus der Sy­nagoge zu bergen. Inge Heß, die da­mals im Sandweg 29 wohnte, erinnerte sich daran, dass im Sandweg 31 jemand wohnte, der Küster in der Synagoge und Christ ge­wesen sei. Er habe in der Pogrom­nacht Thora und Menorah geret­tet.[45] Diese Beschreibung passt auf Herrn Hau. Max Mayer bestä­tigte, dass der Synago­gendiener, ein „sehr anständiger Nicht­jude“, „einiges gerettet“ habe. Aber darüber dürfe man nicht sprechen.[46] Die Rettung der Kultgegenstände sollte geheim bleiben, so­dass selbst die Tochter, Christine Herrmann, nicht einge­weiht war.

Da die Brandschatzungen geplant waren, brachte sich die Feuerwehr bereits vor Ausbruch des Feuers in Stellung. Diese frühzei­tige Präsenz fand aber in den Be­richten der Feuerwehr keinerlei Erwähnung. Walter Rost bemerkte, dass Feuerwehr­wagen bereits an der Synagoge vor­gefahren seien, als noch gar nichts los gewesen sei.[47] Dies dürfte vor 5:00 Uhr gewesen sein. Denn danach machte sich die Feuerwehr lautstark bemerkbar. Familie Oppenhei­mer hörte ab 5:00 Uhr „dau­ernd Feuerwehren fahren“.[48] Das Läuten der Feuer­wehr weckte die Anwoh­ner aus dem Schlaf.[49] Den Augenzeugen fiel zudem die Langsam­keit der Feuerwehr auf.[50] In der Nähe des Uhrtürm­chens beobachteten Dr. Oppenhei­mer und sein Sohn Walter Jacob, dass die Feuerwehr zwar „kräftig bimmelnd“, aber „ganz ge­müt­lich“ gefahren sei. Man habe zu­nächst den Eindruck ge­habt, dass es nicht so gefähr­lich sein könne. Doch dann erkannten beide, dass ganz heller Rauch aus der Syna­goge kam und die Feuerwehr davor stand.[51]

Mit Beginn der NS-Diktatur wurde die Feuerwehr in „Feuerlöschpolizei“ umbenannt. Laut Dienst­ordnung unterstand sie „dem Oberbürgermeister als Orts­poli­zeibe­hörde“ und war „ver­wal­tungsmässig dem Bauamt zugeteilt.“[52] Diese Begriffe findet man auch auf den Behördenstem­peln der vorliegenden Feuerberichte. Alle Einsätze be­züglich der Sy­na­goge Friedberger Anlage wurden von der Feuerwache II übernommen, die sich in der Burg­straße 11c befand. ­

Feuerwache II

Verwaltungsgebäude der Feuerwache II, Burgstraße 11c (erbaut 1893, denkmalgeschützt), Foto von Epizentrum vom 24. Mai 2013 https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Frankfurt_Burgstra%C3%9Fe_11c.20130524.jpg

Vor dem Ausgreifen der Flammen wurde das Feuer unterbrochen. Christine Herr­mann erin­nerte sich, dass die Täter „vielleicht nach ein paar Stunden“ das Feuer wieder „ausge­macht“ hätten. Sie begründete dies damit, dass ihre Familie sowie die Familie des Synagogenvor­ste­hers Gins­berger ihre Woh­nungen im Seitenflügel der Synagoge noch hätten ausräumen und ver­lassen müs­sen.[53] Auch die beabsichtigte Plünderung war aus­schlagge­bend. Mit Beginn des Brandes wurde der Rabbiner Josef Jona Horovitz an die brennende Synagoge gebracht. Un­ter Androhung, ihn zu er­schießen, habe der Rabbiner den Tätern verraten müs­sen, wo die Schätze versteckt seien.[54]

Obersynagogendiener David Ginsberger wurde ebenfalls gezwungen, die Wert­gegenstände preis­zugeben. Dazu drangen „einige Nazis“ in dessen Woh­nung im ersten Stock des rechten Flügel­baus ein. Herr Gins­berger habe den Tresorschlüs­sel herausge­ben müssen. Yehuda Ariel erläu­terte, dass unter der Synagoge ein großer Tresor, eine „Silberkammer“, ge­wesen sei. Die Täter räumten den Tresor vollstän­dig aus. Dieser Raub sei gezielt ge­plant gewe­sen. Dass hier Schätze aus Silber, Gold, Edel­steinen oder Brokat zu finden waren, sei bekannt gewesen. Die Beute sei auf Lastwa­gen abtrans­portiert worden.[55]

Rabbiner Josef Jona Horovitz (1892-1970)

ISG FFM Best. S7 P Nr. 6892

Obersynagogendiener David Ginsberger (1862-1944)

ISG FFM Best. S7 P Nr. 5133

Augenzeuge an diesem Morgen wurde Benjamin Hirsch. Der damals Sechsjährige stand mit sei­nem vier­zehn Jahre alten Cousin Arno Horenczyk vor der Synagoge und erinnerte sich an das Geschehen. 

„Verwirrt und mit äußerster Bestürzung beobachteten wir wie Rowdies, manche in HJ-Uni­form, in die Synagoge hinein und aus der Synagoge heraus rannten. Hinein rannten sie mit Brandsätzen, die Molotow-Cocktails ähnelten, mit denen sie versuchten, das Gebäude in Brand zu setzen, heraus brachten sie die silbernen Schmuckgegenstände der Synagoge, da­runter die Toraschilde und die Torakronen. Schließlich trugen sie einige der Torarollen heraus, rollten sie ab und hängten sie zwischen den zwei Torbögen am gusseisernen Zaun auf, der den Vorhof der Synagoge umgab. Sie spießten das Pergament der heiligen Schriftrollen auf die Spitzen des Zauns und brachen in ein Triumphgeheul aus, als sie ihr Werk vollendet hatten.“[56]

Benjamin Hirsch und sein Cousin seien entsetzt gewesen und hätten beschlossen, möglichst un­auffällig nach Hause zu gehen. Erleichtert erreichten sie ihre Wohnungen in der Grünen Straße.[57] Noch in der Nacht zum 10. November 1938 hatte SS-Gruppenführer Reinhard Heydrich in einem dringlichen Fernschreiben die Polizei angewiesen, darauf zu achten, dass jüdische Geschäfte und Woh­nungen nur zerstört, nicht aber geplündert werden. Plünderer soll­ten festgenommen werden. Die „stattfindenden Demonstrationen“ seien von der Polizei nicht zu verhindern, son­dern nur zu überwachen.[58] Die Frank­furter Polizei schützte jüdische Bür­gerin­nen und Bürger sowie jüdisches Eigentum kei­neswegs.[59] Benjamin Hirsch bestätigte, dass die anwe­sende Polizei nicht eingegrif­fen habe, als die Täter Brandsätze gelegt und wertvolle Gegen­stände aus der Syna­goge entwendet hätten. Die Polizei habe die „Rowdies“ bei der Zer­störung geschützt.[60]

Am Morgen des 10. November 1938 etwa gegen 6:00 Uhr wurde der Brand nach außen hin sichtbar. Max Mayer erlebte das Pogrom als Zwölfjähriger. Damals wohnte er mit seiner Familie in der Hölderlinstraße 10 in einem „schönen vierstöckigen Haus“.[61] Gegen­über habe sich eine wesentlich niedrigere „Holz­handlung“ befunden, über die das Dach der bren­nenden Synagoge zu erkennen gewesen sei. Vom Erker des Hauses mit Blick nach Westen habe man eine „Brand­kuppe“ an der Stelle gese­hen, wo sich die Syna­goge befand.[62]

Erst gegen 6:30 Uhr erfolgte, laut Feuerbericht, der erste offizielle Einsatz der Feu­erwehr auf­grund der Feuermeldung um 6:27 Uhr. Drei Löschzüge der Feuerwache II waren bis 8:28 Uhr im Einsatz. Bei der Ankunft der Feuerlösch­polizei habe das „Gestühl im Erdgeschoss und auf der Gale­rie“ gebrannt. Das „Vorderhaus“ der Syna­goge war betroffen. Eine Brandursache wurde, laut Bericht, nicht festgestellt. Bei diesem etwa zweistündi­gen Einsatz betrug der Wasserver­brauch ungefähr 120 m³. Dieser erste Brand wurde mit einer größeren Menge an Löschwasser bekämpft.[63]

Bernard Natt schrieb, dass die Feuer­wehr vor der Syna­goge stand und im Innenraum gelöscht wurde. Bis zu diesem Zeitpunkt sei das Gebäude noch wenig beschädigt gewe­sen. Die Feuerwehr habe „noch zu stark“ eingegrif­fen.[64] Durch die aufstehenden Türen sah Herbert N. Kruskal, dass das Innere der Syna­goge ge­brannt habe.[65] Zur Ausstattung des Innenraums erwähnte Christine Herrmann die Be­stuhlung, glänzende Lino­leum­böden, eine Garderobe, Toiletten und ein breites Trep­pengeländer aus Mar­mor.[66]

Um 7:00 Uhr sollte der Frühgottesdienst in der Synagoge stattfinden. Für ge­wöhn­lich schloss Herr Hau die Synagoge kurz vor 7:00 Uhr auf.[67] Dr. Oppenheimer, der mit seiner Fami­lie in der Friedberger Anlage 22 wohnte, wollte den Frühgottesdienst besu­chen. Rechtzeitig machte er sich mit seinen beiden Söh­nen auf den Weg. Die drei wurden Zeugen des bereits brennenden Ge­bäu­des und kehrten entsetzt in die Wohnung zurück.[68]

Synagogenvorstand Hugo Bondi stellte seine Wohnung in der Palmstraße 7 für das Morgengebet zur Verfügung.[69] Außerdem warnte er beunruhigte jüdische Bürgerinnen und Bürger, sich der Synagoge zu nähern, so auch Herbert N. Kruskal und dessen Vater.[70] Bondi zählte zu den beson­ders geschätzten Gemeinde­mitgliedern. Dies lässt sich etwa den Glückwunschschreiben zu sei­nem 70. Geburtstag entnehmen.[71]

Am 15. September 1942 wurden Hugo Bondi und seine Ehefrau Franziska geb. Kai­ser gewaltsam aus ihrer Erdgeschosswohnung in der Palmstraße 7 geholt, mit 1376 Personen in der Großmarkt­halle zusammengetrieben und nach Theresienstadt deportiert.[72] Während Hugo Bondi am 5. April 1943 dort ermordet wurde[73], wurde seine Ehefrau am 12. Oktober 1944 von There­sien­stadt aus „nach Osten“ deportiert.[74] Sie gilt im Vernichtungslager Auschwitz als „verschollen“[75]

Synagogenvorstand Hugo Jonas Bondi (1863-1943) 

ISG FFM Best. S7 P Nr. 1565

Karteikarte des Krematoriums Theresienstadt

Kartei Theresienstadt, Podle listiny XII/3-XII/8 Frankfurt a. M.; 1.1.42.2/11422001 031/ ITS Digital Archive, Arol­sen Archives
Übersetzung: gemäß der Listen XII/3-XII/8 Frankfurt a. M. – Bondi Hugo – geb. 22.4.63 Mainz – XII/3-131 Frank­furt a. M. – Frankfurt a. M. Palmstr. 7 – gest. 5.4.43 Theresienstadt – Stempel: Einäscherung Theresienstadt

Gegen 8:00 Uhr wurde Herr Dr. Oppenheimer von zwei Gestapo-Männern verhaftet.[76] Parallel zum Pog­rom wurden etwa 3000 jüdi­sche Männer in der Festhalle schikaniert, gedemütigt und anschließend nach Buchenwald oder Dachau depor­tiert.[77] Herr Dr. Oppenheimer wurde gewalt­sam nach Buchen­wald ver­schleppt. Ge­zeichnet von den erlittenen Grausamkeiten kehrte er nach Hause zu­rück.[78] Am 29. November 1938 emigrierte er nach Jerusalem.[79]

Bei der Verhaftung jüdischer Männer ging die Gestapo nach lange vorbereiteten Listen vor. Die­sen Eindruck gewann Julius Meyer: „Denn andererseits sind Leute noch nicht abgeholt worden, die erst in neuerer Zeit in die Gebietskörperschaften ein­getre­ten sind.“[80] Die erwähnte NSDAP-Bro­schüre leistete bei der Verhaftungsaktion ihren Bei­trag.

NSDAP-Broschüre, S 166

NSDAP-Broschüre: Eine Antwort auf die Greuel- und Boykotthetze der Juden im Ausland, hrsg. von Otto Fischer, Frankfurt am Main 1934, Privatbesitz, S. 68 und S. 166.

Dr. Siegfried Oppenhei­mer wurde im alphabethischen Ver­zeich­nis mit den Adressen „a) Fried­berger Anlage 22, b) Mainzer Landstraße 167 (Polykli­nik)“ und  unter „Freie Berufe“ –„Aerzte“-„b) Fachärzte“ mit dem Zu­satz Innere Medizin an einem Krankenhaus aufgeführt.

In den Morgenstunden wurde der Straßenbahnbetrieb eingestellt. Weder „Autos noch Trambahn fuhren“, als sich Alice Oppenheimer nach der Verhaftung ihres Mannes auf den Weg zu einem jüdischen Anwalt in die Neue Mainzer Straße machte. Sie erwähnte den Vandalismus eines schreienden Mobs, sodass die Zeil mit Glassplittern über­sät gewesen sei.[81] Die Straßenbahnlinie 6, die zwischen Palmen­garten über Hauptwa­che, Konstabler­wache und Zoo zum Röderbergweg fuhr, wurde eingestellt. An der Kreu­zung Friedberger An­lage/Pfingstweidstraße gab es eine Hal­testelle.[82]

Die Meldung von der brennenden Synagoge verbreitete sich schnell im Viertel. Die ersten Nach­richten trafen bereits am frühen Morgen ein.[83] Zahlreiche Schaulus­tige versammelten sich in der Morgendämmerung in der Friedberger Anlage. Walter Jacob Op­penheimer schrieb, die Zu­schauer seien zunächst wort­los gewe­sen.[84]Später habe er leises Spre­chen hören kön­nen. Im Ver­lauf des Morgens kamen immer mehr Menschen zusammen. Eine „bewusst von den Na­zis aufge­putschte Menschen­menge“ bevölkerte die Straße.[85] Der spä­tere Publizist Max Oppenhei­mer war auf dem Weg zur Arbeit. Als er von der Zeil kom­mend zur Friedberger Anlage gelangte, beobachtete er vor der brennen­den Synagoge „johlende Menschen“. Einige hätten SA-Uniform getragen.[86]

Mittlerweile hatten sich unter die Schaulustigen Personen gemischt, die die antijüdische Stim­mung lautstark an­heizten. Dies bestätigte Benjamin Hirsch. Als er mit seinem Cousin die Brand­schat­zung und Plünderung beobachtete, hätten sich fast hundert Zuschauer gegenüber der Syna­goge befunden. Etwa die Hälfte der Schaulustigen sei so „betäubt“ von dem „Massaker“ gewe­sen wie er und sein Cousin. Die andere Hälfte aber habe die „Row­dies“ in beängstigender Weise lautstark angefeuert „wie auf einem Fuß­ball­platz“.[87] Max Oppenheimer bestätigte, dass sich vor dem Ein­gang der Syna­goge „eine Gruppe von Halbwüchsi­gen“ „produziert“ habe. Die Täter hätten in Gebetsmänteln getanzt und unter lautem Lachen Thorarollen ins Feuer geworfen.[88]

Als die Menschenmenge die Straßen zunehmend unsicher machte, brachte Frau Franke, die christ­liche Sekretärin von Dr. Oppenheimer, die Kinder der Familie vorüber­gehend nach Frank­furt-Eschersheim zu ihrer Tochter, um diese vor der randalierenden Menge zu schützen.[89]

Gegen 9:00 Uhr wurden jüdische Schülerinnen und Schüler nach Hause geschickt, da die Sicher­heit nicht mehr garantie­rt werden konnte.[90] Die nahe gelegene Samson-Raphael-Hirsch-Schule wurde vorübergehend geschlossen. Einige Schülerinnen und Schüler kehrten bereits auf ihrem Schulweg um. Norbert Strauss und sein Bruder hielten am Uhrtürmchen beim Anblick der bren­nenden Synagoge an. Auf den Rat eines Passanten seien sie wie­der nach Hause gefahren.[91]

Am 10. November 1938 vermeldete das Frankfurter Volksblatt den Tod von Ernst vom Rath in gro­ßer Aufmachung. „Juden in Deutsch­land“ würden „zur Verantwor­tung gezogen“.[92] Mit ei­ner Auflage von 98.000 Exemplaren im Oktober 1938 erreichte das Blatt eine zahlrei­che Leser­schaft.[93] Über ihr „amtliches Organ“ erfasste die NSDAP damit eine beträchtliche An­zahl Frank­furter Privathaushalte und öffentliche Einrichtungen. Auf der Titelseite des hier herangezogenen Zeitungsexemplars findet sich ein hand­schriftlicher Kommentar unbekannter Her­kunft. Diese Randnotiz spie­gelt das Tagesgesche­hen aus der Sicht einer vom Nationalsozialismus überzeugten Person wider:

„Die Juden in Ffurt [Main] müs­sen die Tat sehr teuer bezahlen, alle Läden, Geschäfte wurden zertrümmert und die 4 Synagogen sind ausgebrannt, zwar gründlich!“ „Schneller als man ge­dacht hat das Rachewerk eingesetzt am heutigen frühen Morgenbrennen 3 Synagogen lich­terloh! […] Die Polizei sieht zu, das Publikum lacht![94]

10. November 1938

Im weiteren Tagesverlauf

Marodierende Trupps von SA und HJ erreichten das Ostend und zer­störten dort Geschäfte und Wohnungen. Alice Oppenheimer beobachtete am Nachmittag eine Menge randalierender und johlender Men­schen, die mit Hölzern, Steinen und Äxten bewaffnet durch die Anlage gekommen seien. Sie hätten: „Nie­der mit den Juden!“ gerufen. Frau Oppen­heimer habe um ihre „schöne Villa“ ge­fürchtet. Die Menge habe sich zwar genä­hert, sei aber plötzlich in die Fichtestraße ein­gebo­gen, in der auch Rabbi­ner Horo­vitz wohnte.[95]

Noch am Nachmittag erfuhr die Bevölkerung über Radio vom Abbruch des Pogroms.[96] Dazu erging ein entsprechender Aufruf von Goebbels.[97] Den­noch wurden die antisemi­tischen Ausschrei­tungen fortgesetzt. Der blinden Zerstörungswut der Täter konnte kaum Einhalt geboten werden. Einen Tag später erschien in der Presse die dringli­che Aufforde­rung von Goebbels an die „gesamte Bevölkerung“, „von allen weiteren De­monstra­tionen und Ak­tionen gegen das Juden­tum, gleichgültig welcher Art, sofort abzusehen.“ Weitere Reaktionen auf das Attentat erfolgten auf legalem Wege.[98] Der Eindruck, dass man die Situa­tion nicht unter Kon­trolle habe und spon­tane Demonstrati­onen möglich seien, sollte vermieden werden.

In der Abenddämmerung verschaffte sich Frau Oppenheimer ein Bild vom Ausmaß der Verwüs­tungen. Im Haus des Rabbiners traf sie dessen Frau und Kinder völlig verstört an. Zum Wüten der Täter schrieb sie:

„Wahrhaftes Grauen erfaßte mich. Die Mauern des Hauses standen, doch kein Fens­terrah­men war in seinen Angeln. Die Scheiben lagen zersplittert am Boden. Türen waren ausge­ho­ben, zer­schlagen, der Tisch zerhackt. Eine wertvolle heilige Büchersammlung zerrissen – die Buchseiten lagen in Fet­zen im Vorgarten herum, wirbelten im Winde auf und ab. […] Alles Es­sen, das sie im Hause hatten, die wenige Milch – alles hatte der Mob ausgeschüttet, fortge­worfen, dazu gejohlt: `Juden­kinder brauchen keine Milch, kein Essen!`“[99]

Zerstört wurde auch die jüdische Bäckerei Karpf im Sandweg 29. Inge Heß wohnte in die­sem Haus. Sie sah, wie Hitlerjungen vor der Bäckerei auf Mehl und auf einer Torte herumtram­pel­ten.[100] Rose Teichert berichtete ergänzend, dass „alles zer­schlagen“ worden sei.[101]

Ein wiederholtes „Schaustück“ für die „Volksmenge“

11. November 1938

In der Nacht zum Freitag, dem 11. November 1938, wurde unter Beteiligung der SA ein Groß­brand gelegt. Aus dem Feuerbe­richt geht hervor, dass sich vier Löschzüge der Feuerwa­che II von 0:31 Uhr bis 4:33 Uhr vor Ort befanden. Danach hielt die Feuerwehr „Brandwache bis 7:48“ Uhr. Die Synagoge habe „in ganzer Ausdehnung“ gebrannt. „Ne­ben­häuser“ in der Fried­berger Anlage seien „in Gefahr“ gewesen. Während dieses gut sieben­stün­digen Einsatzes lag der Was­serverbrauch bei etwa 160 m³. Feuer­wehrmann Jenne sei durch „Verschüttung“ verletzt und in ein Krankenhaus gebracht worden.[102] Grund dafür könnten herabfallende Gebäudeteile gewe­sen sein. Denn bei diesem Brand wurde die Syna­goge „noch gründlicher ange­steckt“, sodass sie in­nen völlig ausgebrannt und das Dach eingestürzt sei.[103]

Noch am 11. November 1938 erfolgte eine Besprechung bei Oberbürgermeister Dr. Krebs. Branddi­rektor Langbeck berichtete „über die anstrengende Tätigkeit der Feuerwehr am 10. und 11. No­vember“. Aus dem Protokoll ergibt sich, dass bei dem Einsatz an der Friedberger Anlage „ein Feuer­wehrmann und ein SA-Mann verletzt worden“ seien. Der Oberbürger­meister erkenne „die aufop­fernde Tätigkeit d. Feuerwehr besonders“ an.[104]. Während die Verlet­zung eines SA-Mannes im Feuerbericht nicht aufge­führt wurde, räumten die NS-Behörden im Besprechungs­protokoll die Täterschaft der SA ein.

Der Großbrand war an diesem Vormittag länger sichtbar. Herbert N. Kruskal hatte Rabbiner Horovitz und Samuel Eisemann mit seinem Auto ins Rothschild-Spital im Röder­bergweg ge­bracht. Auf dem Rückweg sei er an der „rau­chenden Synagoge Friedberger Anlage“ vorbeige­fahren.[105]

Am 11. November 1938 publizierte der Nationalsozialistische Gaudienst Hessen-Nassau die offi­zielle Presse­erklärung zu den „Vorgängen“ vom Vortag. Hierin wurde das Pogrom als ein „spontaner Aus­druck“ einer „Volks­bewegung“ dargestellt. Wortreich wurden der „Sturm der Empörung und Entrüstung“ sowie die „gewaltige Demonstration aller Volksteile“  beschrieben. „Zehntausende“ seien auf den Straßen Frankfurts zusammengeströmt und hätten gegen Mittag „in unermesslichen Scha­ren“ die Straßen gefüllt. Zu Plünderungen sei es nirgends gekommen. Die Frankfurter Synagogen seien der „von allen Bevölkerungsschichten getragenen mitreißenden Demonstration zum Opfer“ ge­fallen.[106]

Die Parteiversion verfälschte die Tatsachen. Allein die NS-Führung war für das Pogrom verant­wort­lich. Synagogen wurden von SA und HJ gebrandschatzt, zerstört und ge­plündert. Jüdische Ge­schäfte wurden nicht nur „gestürmt[107], sondern auch derar­tig beschädigt, dass die wirtschaftli­che Existenz des Inhabers bedroht oder vernichtet wurde. Ver­haftungen von jüdischen Bürgern ver­schwieg die Presseerklärung. Mit dem wieder­holt benutzten Begriff „De­monstra­tion“ verharmloste man die antisemitischen Gewalttätigkeiten.

Im Kontrast zu dieser Presseerklärung konnte die Leserschaft am gleichen Tag den  Aufruf von Goebbels vom Vortag in der Zeitung lesen. Die knapp formulierte „strenge Aufforde­rung“ zum sofortigen Abbruch des Pogroms[108] stellte ein Eingeständnis der NS-Regierung dar, dass die ver­meintliche „Demonstration“ des Vol­kes kei­neswegs gemäßigt und diszipliniert ab­lief, wie es die Presseerklärung suggerierte.[109]

Nachdem sich die persönliche Lage von Frau Oppenheimer zugespitzt hatte, ent­schloss sie sich umgehend nach Zürich zu fliehen. Frau Franke, die christliche Sekretärin, führte Frau Op­penhei­mer mit ihren Kin­dern ruhig und sicher durch die Kontrollen des von SS-Männern um­stellten Haupt­bahnhofs. Nur mit FrauFrankes Hilfe habe die Familie den Zug in die Schweiz besteigenkönnen.[110]

Das Pogrom forderte im Viertel zahlreiche Verletzte. Am Vormittag klagte der Klinikarzt Dr. God­chaux Schnerb darüber, dass das Roth­schild-Spital mit blutig geschlage­nen Juden ausgelastet sei.[111] Neben der medizinischen Versorgung bot das jüdi­sche Krankenhaus zugleich eine Zufluchts­stätte für die Opfer.

Am Nachmittag des 11. November 1938 wurde die Feuerwehr durch das 5. Polizeirevier in die Friedberger Anlage gerufen. Von 14:50 Uhr bis 18:13 Uhr befand sich ein Löschzug vor Ort. Nähere Angaben über den Brand der Vordergebäude bei Ankunft des Löschzuges fehlen. Bei diesem etwa dreistündigen dritten Einsatz wurde der Wasserver­brauch nicht beziffert.[112] Der Brand wurde ledig­lich überwacht.

12. und 13. November 1938

Am Samstag, dem 12. November 1938, wurde Rabbiner Horovitz aus dem Rothschild-Spital her­aus von der Gestapo verhaftet und acht Tage inhaftiert. Im Polizeigefängnis war er gewalttätigen Über­griffen ausgesetzt. Man habe ihm den Bart ab­rasiert und ihn dabei so sehr verletzt, dass die Wunde habe genäht werden müssen. Grundlos sei er der Brand­stiftung bezich­tigt worden. Er habe aber glaubhaft versichern können, dass er zur fraglichen Zeit krank und des­halb nicht in der Synagoge gewesen sei.

Unter Gewaltandrohung habe der Rabbiner Auskünfte über den Aufbewahrungsort der Schätze geben sollen. In der Nacht zum 13. November 1938 brachte man ihn noch einmal in die Syna­goge.[113] Der Tresor war jedoch bereits vollständig geplündert worden. Dies zeigt, dass sich die Tätergruppen nicht abge­sprochen hatten. Zudem waren zu diesem Zeitpunkt die antisemiti­schen Ausschreitungen von der NS-Führung bereits untersagt worden.

Am späten Nachmittag des 12. November 1938 rückte die Feuerlöschpolizei ein viertes Mal zum Einsatz aus. Wie am Vortag erfolgte die Feuermeldung um 16:57 Uhr über das 5. Polizeire­vier. Ein Löschzug der Feuerwache II war von 16:58 Uhr bis 18:42 Uhr vor Ort. „Verschiedene Brandnester im Dachgebälk und im I. Stock“ fand die Feuerlöschpolizei vor. Diese seien wieder „aufgeflammt“. Lediglich 2 m³ Wasser wurden verbraucht.[114]

Ein letztes Mal wurde die Feuerwehr am Sonntag, dem 13. November 1938, zum Synagogen­brand gerufen. Um 13:28 Uhr ging die Feuermeldung ebenfalls durch das 5. Polizeire­vier bei der Feuerwache II ein. Ein Löschzug hielt sich bis 16:23 Uhr an der „alten Brandstelle“ auf, wo er­neut alte Brandherde aufloderten. Als Brandursache wurden jetzt „Sons­tige Ursachen“ ange­kreuzt. Mit 4 m³ war der Wasserverbrauch wiederum sehr niedrig.[115]

In den fünf Feuerberich­ten wurde bewusst verschwiegen, dass es sich beim ersten Brand wie auch an den folgenden Tagen um vorsätzlich gelegte Feuer handelte. Brandursachen wurden nicht näher angegeben oder auflodernde Brandherde als Gründe vorge­schoben. Brandstifter und Polizei dürften bei den Brandschatzungen zusammengearbeitet haben. Denn bei den drei letzten Einsätzen wurde die Feuerlöschpolizei jeweils durch das 5. Polizeire­vier alar­miert. Rabbiner Horovitz bestätigte die mehrfachen Brandstiftungen. Da das Feuer nicht die be­absichtigte Zerstö­rung bewirkt habe, sei noch viermal, unter anderem mit Hilfe großer Benzinfäs­ser, Feuer gelegt worden. Dadurch sei „der Volks­menge wiederholt ein Schaustück“ geboten worden.[116] 

Die Feuerlöschpolizei ließ die Täter gewähren. Sie fungierte nicht mehr „als ein Werk­zeug für die All­gemeinheit“, das nach „pflichtgemäßem Ermessen“ handeln soll[117], sondern als Erfül­lungs­gehilfe des NS-Regimes. Die Feuerberichte durften keinerlei Angaben enthalten, die auf vorsätzliche Brandstiftung schließen ließen. Damit sind die Berichte keines­wegs „richtig, unbe­dingt klar, deutlich und er­schöpfend“[118].

Die endgültige Zerstörung

17. November 1938 bis 20. Juni 1939

Der Abriss der Synagoge

Die Zerstörung der Synagoge in der Friedberger Anlage fand mit der vollständigen Beseitigung des Gebäudes durch die Stadt ihren Abschluss. Bereits am Freitag, dem 11. November 1938, er­folgte eine Bespre­chung mit dem Oberbürger­meister. Soweit die „Standsi­cherheit“ der Synago­genge­bäude gefährdet sei, solle deren Abriss um­gehend veranlasst werden.[119] Am 14. November 1938 stand fest, dass nach „Ansicht der Bau­polizei“ auch die Synagoge Friedberger An­lage zu den gefährdeten Synagogen zähle. Zur Be­schleunigung könne der Auftrag ohne Aus­schreibung an „zu­verlässige Unter­nehmer“ ver­geben wer­den.[120] Bereits am 17. Novem­ber 1938 begann der Abriss.[121]

Synagoge nach dem Pogrom

ISG FFM Best. S7A Nr. 2001-242, Foto der Syna­goge in der Friedberger Anlage nach dem Novemberpogrom

Die Abrissarbeiten waren noch nicht ersichtlich. Ein Bretterzaun versperrte die Zugänge. Man erkennt die beschä­digte Ro­sette. Das Dach der Synagoge sowie die Dächer der seitlichen Vorbauten fehlten.

In einer Besprechung vom 18. November 1938 wurde beschlossen, dass der „Abbruch der Syna­gogen in der Innenstadt von den Juden selbst veranlasst wird.“[122] Am 21. November 1938 no­tierte Oberbaurat Fi­scher, dass er mit Herrn Bondi als Vertreter der Israelitischen Religionsgesell­schaft über den Abbruch verhandelt habe.[123] Diese Unterredung fand nach Be­ginn der Abbruchar­beiten statt, sodass die Gemeinde vor vollen­dete Tatsa­chen gestellt wurde.

Am 9. Dezember 1938 beauftragte Bauamtsleiter und Stadtrat Dr. Müller die Dienststelle Hoch­bau, ihn wöchentlich über den Stand der Abbrucharbeiten zu unterrichten. Die Arbeiten schienen dem Stadtrat zu langsam voranzugehen. Dr. Müller legte die Meldungen des Hochbauamtes dem Oberbürgermeister zur Kennt­nis vor.[124] Bis Juni 1939 wurden 27 Meldungen verfasst.

Der Abbruchunternehmer Karl Bossert übernahm den überwiegend manuellen Abriss der Syna­goge Friedber­ger Anlage. Das Unternehmen beschäftigte in der ersten dokumentierten Woche bis zum 16. De­zem­ber 1938 täglich 22 Arbeiter, die zunächst Befestigungen in Form von Eisenein­lagen abtra­gen mussten, was sich als schwierig erwies.[125] Trotz des star­ken Frostes und Schnee­falls am 20. und 21. Dezember 1938 wurde die Zahl der Arbeiter auf 33 aufgestockt. Diese konnten je­doch nur Baustoffe abfahren und Aufräumarbeiten erledi­gen.[126] Ende Dezem­ber 1938 meldete das Hochbauamt, dass die An­zahl der Arbeiter auf knapp die Hälfte reduziert worden sei. Man begann damit, die „eisernen Binder der Dachkonstruk­tion“ abzuschwei­ßen.[127]

Anfang Januar 1939 konnten die Arbeiten bei Tauwetter intensiviert werden.[128] Aus den Meldun­gen bis zum 20. Februar 1939 ergibt sich, dass gute Wet­terbe­dingun­gen herrschten und vorüber­gehend 40 Arbeiter eingesetzt werden konnten.[129] Ende Februar 1939 bestanden die Schwierigkei­ten wegen der „vielen Eisen­beton­einlagen“ noch im­mer. Das Schiff der Syna­goge sowie die beiden Eingangstüren seien vollständig, die Seitenflügel teilweise „niedergelegt“ wor­den.[130] Im März 1939 forcierte man den Abriss der Türme und Seiten­flügel. In der letzten Märzwo­che wurde einmalig das Mittel der Spren­gung eingesetzt.[131]

Im April 1939 dauerten die Aufräumarbeiten noch an.[132] Außerdem begann das Abbruchunterneh­men damit, die Umfassungsmauern abzutragen. Diese Arbeiten erstreckten sich bis Anfang Juni 1939.[133] Erst am 12. Juni 1939 konnte das Bauamt den endgültigen Abriss vermel­den. Es würden „nur noch Bau­stoffe abge­fah­ren.“[134] In einer letzten Meldung wurde am 20. Juni 1939 abschließend mitgeteilt, dass der Platz an der Synagoge Friedberger Anlage einge­eb­net und der Abbruch damit beendet sei.[135]

Die vollständige Zerstörung der Synagoge in der Friedberger Anlage erstreckte sich über ein hal­bes Jahr. Nichts sollte mehr an das große Gotteshaus erinnern. Allerdings blieben die Keller­räume erhalten. Christine Herrmann bestätigte die Existenz eines Kellers. Zu be­stimmten Zeiten seien Frauen über eine Treppe in den Keller gegangen. Dort hätten sie in einem mit Warmwasser gefüllten „Tauchbas­sin“ gebadet. Dieses Bad sei „eine religiöse Sache“ gewe­sen.[136] Damit be­zeugte Frau Herrmann, dass die Syna­goge über eine Mikwe verfügte. In den Keller­räumen be­fand sich auch der Tresor, in dem wertvolle Ritualgegenstände aus Gold und Silber aufbewahrt wurden. Herr Ariel bezeich­nete diesen Ort als „Silberkeller“.[137] Große Teile des Kellers wurden erst durch den Bau des Hoch­bunkers zerstört.

Auswirkungen auf das Ostend

Am 3. April 1939 kaufte die Stadt Frankfurt mehr als 20 jüdische Liegenschaften und Begräbnis­stätten auf. Infolge des Pogroms verloren jüdische Immobilien an Wert, sodass diese von der Stadt preiswert aufgekauft werden konnten. Dieser Zugriff erfolgte bereits, als die Abrissar­beiten an der Synagoge Friedberger Anlage noch andauerten. Zur Begründung des Erwerbs jüdi­scher Liegenschaften führte Oberbürgermeister Dr. Krebs an, er habe im Rahmen der Ge­setze „zur Abwicklung der Judenfrage“ die „vermögens­rechtlichen Verhältnisse der Jüdischen Ge­meinde“ überprüfen lassen. Die Jüdische Gemeinde sei nicht mehr in der Lage, ihren für­sorglichen Ver­pflichtungen nachzukommen. Deshalb müsse ihr verbleibendes Vermögen sicher­gestellt und „verflüssigt“ werden. Beim Ankauf müsse „schnell gehan­delt werden“, ohne die Gemeinderäte anzuhören.[138] Die Zwangsenteignung jüdi­schen Be­sitzes zu Gunsten der Stadt wurde verschleiert.

In der Anlage 1 zum Kaufvertrag wurde die Größe des Grundstücks der Synagoge Fried­berger Anlage mit 3.138 m2  angegeben. Der Quadratmeterpreis betrug 20,- RM, sodass sich ein Kauf­preis von 62.760,- RM ergab. Dieser von der Stadt festgesetzte Preis lag deutlich unter dem städtischen Zuschuss von 86.000,- RM zu den Abbruchkosten.[139] Der vollständige Abriss der Synagoge war der Stadt mehr wert als die Liegenschaft selbst.

Auch nichtjüdi­sche Privatleute bereicherten sich an jüdischen Vermögenswerten. Bereits am 6. Dezem­ber 1938 protokollierte der Rechtsanwalt und Notar Dr. Ernst de la Fontaine den Grund­stücks­kaufvertrag für das Haus Friedberger Anlage 22. Dort wohnte Dr. Siegfried Oppenheimer mit Familie. Im November 1938 war der Familie die Flucht nach Palästina gelungen. Im Kauf­vertrag wurden Alice Op­penheimer geb. Stern und ihre Schwester Sara Sittah Mainz geb. Stern als Verkäufer genannt. Marie Elisabeth Merget erwarb die Liegenschaft zum Preis von 30.000,- RM. Die Übergabe erfolgte am 1. Januar 1939. Der Kauf­vertrag wurde von Johanna Franke und Dr. Georg Hans Merget als Vertreter der beiden Parteien unterzeichnet.[140]

Die rasche Veräußerung des Grundstücks der Schwestern erfolgte in deren Abwe­senheit. Sara Sittah Mainz dürfte sich wenige Tage vor der Pro­tokollierung noch in ihrer Parterrewoh­nung auf­gehalten haben. Denn sie kümmerte sich Ende November 1938 um ihren aus Buchen­wald zu­rückgekehrten Schwager.[141]

Johanna Franke handelte in Vertretung der beiden Schwestern, aber ohne jegliche Vollmacht. Im Kaufvertrag hieß es, Frau Franke habe verspro­chen, die „Vollmachten nachzubringen“.[142] Mit einem Kaufpreis von 30.000,- RM wurde das Haus­grundstück deutlich unter Wert veräußert. Die Eltern der beiden Schwestern hatten das Haus ursprünglich für 250.000,- RM erworben.[143]

Marie Elisabeth Merget ließ sich bei der Protokollierungdes Kaufvertrags von ihrem Vater, Rechtsanwalt Dr. Merget, vertreten. Beide wohnten in der Fichtestraße 9 und damit unweit des Kaufobjekts. Dr. Merget konnte ebenfalls keine Vollmacht vorlegen.[144] Der Kaufver­trag sollte schnell abgewickelt werden.

Vor der endgültigen Genehmigung musste die politische Zuverlässigkeit der Käufe­rin überprüft werden. Mit einer dringlichen Aufforderung ersuchte der Kreiswirtschaftsberater der NSDAP am 28. April 1939 die Orts­gruppe Sandweg um „sofortige Mitteilung, ob gegen die Person des Er­werbers in politischer Hin­sicht Be­denken bestehen.“[145] Ortsgruppenleiter Schneider führte aus, dass die Eltern der Käuferin „mehrfache Haus­besit­zer“ seien. Es be­stünden zwar keine Ein­wände in politischer Hinsicht. Es sei aber zu vermuten, dass dieEltern die Geld­geber seien. Des­halb würde er dem Er­werb nicht zustimmen.[146] Den­noch wurde der Verkauf wenig später abge­schlossen.

Die Vermutung des Ortsgruppenleiters ist nicht unbegründet. Denn Marie Elisabeth Merget musste bei der Stadt eine eidesstattli­che Erklä­rung abgeben, dass sie keine weiteren Hauskauf­verträge getätigt habe und sich auch keine weite­ren Grundstücke in ihrem Eigentum befänden.[147] Die Eltern hätten eine solche Erklä­rung nicht abge­ben können und schickten deshalb ihre Tochter vor.

Das Haus Friedberger Anlage 22 wurde im Zuge der sogenannten „Arisierung“ zwangsweise unter Wert verkauft, damit enteignet und in nichtjüdischen Besitz überführt. Zudem wurde der gesamte Hausrat, die vielen „Kostbarkeiten[148], der Käuferin übereignet. Familie Merget dürfte  ihr Ver­mögen erheblich gesteigert haben.

Haus Friedberger Anlage 22

Frankfurt, Friedberger Anlage 22, Foto von Karsten Ratzke vom 28. Januar 2014, https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Frankfurt,_Friedberger_Anlage_22.JPG

Nicht nur durch Enteignung, sondern auch durch Zwangsversteigerung ging jüdisches Eigentum in nichtjüdischen Besitz über. Am 20. Juni 1939 wurde das Haus im Sandweg 29, das dem jüdi­schen Bäcker Karpf gehörte, im Rahmen der „Entjudung des Grundbesitzes“ nach der „Auswan­derung des Veräusseres“[149] zwangsverstei­gert. Das Haus habe sich in schlechtem Zustand befun­den. Von den 5000,- RM Instandsetzungskosten veranschlagte man 1000,- RM für die beiden während des Novem­berpogroms zerstörten großen Schaufenster sowie die beschä­digten Klapplä­den.[150] Zudem wurde die zu erzielende Miete niedriger als die gesetzliche Miete angesetzt.[151] Den Zuschlag erhielt Frau Berta Widmaier für ein Gebot von 28.000,- RM.[152] Auch hier gelangte jüdisches Eigentum unter Wert in nichtjüdischen Besitz.

Wie die Bäckerei Karpf so verkaufte auch die Konditorei Julius Grünebaum in der Hanauer Landstraße 4 koschere Waren. Die Konditorei arbeitete unter der Aufsicht der Israelitischen Reli­gionsgesell­schaft und betrieb auch ein Café. Julius Grüne­baum erhielt am 10. Juni 1910 die Kon­zession für Konditorei und „Kaffee“ sowie den Ausschank alkoholfreier Getränke und Wein. Nach seinem Tod im Jahr 1916 führte seine Frau Mathilde das Café weiter, das Alois Jung im April 1940 unter dem Namen „Saarland-Café“ übernahm. Die ursprüngliche Bemer­kung „Ju­den“ als „Eigenart“ des Cafés wurde un­kenntlich gemacht.[153] Das traditions­reiche jüdi­sche Ge­schäft ging in nichtjüdi­schen Besitz über.

Fazit und Ausblick

Die Zerstörung der Synagoge in der Friedberger Anlage bedeutete den Verlust eines bewunderten im­posanten Gebäudes. Der zentrale Ort der Reli­gi­onsausübung, die Stätte ritueller Kultgegen­stände fiel den gewalttätigen Aus­schreitungen zum Opfer. Mit der Zerstörung und dem Abriss der Syna­goge gin­gen Verluste der eige­nen Identität, der sozialen Kontakte und der materiellen Existenz einher. Die Jüdinnen und Juden des Frankfurter Ostends wurden zum Verlassen der Heimat ge­nötigt und damit vertrie­ben.

Das Geschehen lässt sich wie folgt zusammenfassen: Der Aufruf zum Pogrom am späten Abend des 9. No­vember 1938 versetzte die Orts­gruppen Sandweg und Ostend, die bei Feiern dem Hitler­putsch von 1923 ge­dachten, in Alarmbereitschaft. Täter und Helfer waren verfügbar. Sie rekru­tierten sich primär aus SA, HJ, SS, Gestapo, Polizei und Feuer­wehr. Daneben sind auch diejeni­gen zu nennen, die ohne Zugehörigkeit zu NS-Organisatio­nen mitmachten oder sich passiv ver­hielten.Viele Be­teiligte überschritten Grenzen, indem sie Plün­derungen vornahmen oder die anti­semiti­schen Ausschreitungen noch nach dem Ende fortsetzten.

Am frühen Morgen des 10. No­vember 1938 gegen 4:30 Uhr zwangen alkoholisierte Täter den Synagogenverwalter Justin Hau, die Synagoge zu öffnen. Trotz dieser gefährlichen Situation ris­kierte es Herr Hau offenbar, einige rituelle Gegenstände aus der Synagoge zu retten. Obwohl jü­disches Eigentum verschont werden sollte, wurde die Synagoge geplündert. Rabbiner Horovitz musste den Tätern unter Gewaltandrohung verraten, wo sich der Tresor befand. Ober­synagogen­diener David Ginsberger wurde dazu gezwungen, den Tresor­schlüssel herauszugeben. Mit her­beigeschafften Benzin­kanistern und Brandsätzen zündeten die Täter die Synagoge an.

Die Feuerwehr wartete zunächst ab und fuhr auffallend langsam an der Synagoge vorbei. Gegen 6:00 Uhr war das Feuer nach außen hin sichtbar. Die Feuerlöschpolizei verbuchte ihren ersten Einsatz in ihren Feuerberichten erst gegen 6:30 Uhr. Das Morgengebet fand in der Wohnung des Synagogenvorstandes Hugo Bondi statt. Mit Beginn des Brandes versammelten sich Schaulustige vor der brennenden Synagoge. Diese verfolgten das Geschehen wortlos oder heizten die antise­miti­sche Stimmung lautstark an.

In der Nacht zum 11. November 1938 legte die SA einen Großbrand. Die Feuerwehr stellte ledig­lich sicher, dass das Feuer nicht auf die Nachbargebäude übergriff. In weiteren Einsätzen wurde der Brand bis zum 13. November 1938 nur noch über­wacht. Die Be­richte der Feuer­wehr ver­schwiegen die mehrfache Brandschatzung.

Die Zerstö­rung der größten Frankfurter Synagoge geschah in einem jüdisch geprägten Stadtvier­tel. Jüdinnen und Juden wohnten in direkter Nachbar­schaft zu den Tätern. Die NSDAP legte frühzeitig den Nährboden für die antisemitische Überzeu­gung vieler Bürgerinnen und Bürger. Sie erlangte Zu­griff auf das Viertel und infil­trierte die Be­völkerung mit ihrer Ideologie. Dennoch war das Zusam­menleben nicht grundsätzlich feindselig. Jüdinnen und Juden erhielten auch Unterstüt­zung von der nichtjüdischen Bevölkerung.

Nach dem Pogrom wurde die Synagoge abgerissen und damit aus dem Stadtbild entfernt. Jüdi­sches Eigentum ging durch Zwangsverkauf oder Zwangsversteigerung in nichtjüdischen Besitz über. Privatleute sowie die Stadt Frankfurt profitierten. NS-Behör­den, NS-Organi­sationen, Ab­rissunterneh­men oder Notare beteiligten sich an der Beseiti­gung der Spu­ren jüdi­schen Lebens.

Die Ausführungen haben gezeigt, dass eine Rekonstruktion der Ereig­nisse nur in An­sätzen mög­lich ist. Weitere historische For­schungen sind wünschenswert. Dane­ben sollte auch das heute noch Existierende, das der Zerstö­rung nicht zum Opfer fiel, ge­borgen werden. Nur so kann ein authentischer Blick gelingen. Die Initia­tive 9. November e. V. setzt sich seit Jahren für die dauer­hafte Freilegung von Grundmauern ein. Zentrales Anliegen sollte auch eine Freilegung von Kel­lerräumen, einschließlich der Mikwe, sein.

Die unmittelbare Be­gegnung des Betrachters mit dem Historischen schafft neues Erleben, Erken­nen und Erfahren. Der Blick auf jüdisches religiöses Leben vor der Vernichtung durch das NS-Regime würde geschärft. Freigelegte Gebäudereste auf dem Areal der einstigen Syna­goge wür­den den historischen Ort bereichern.

Quellen- und Literaturverzeichnis

I. Quellen

1. Archivalische Quellen

Institut für Stadtgeschichte Frankfurt am Main (Sigel ISG FFM)

  • ISG FFM Best. A.02.01 Magistratsakten Nr. 5800, Nr. 9392
  • ISG FFM Best. A.32.02 Konzessionsakten Nr. 1942, Nr. 3043
  • ISG FFM Best. 37 Branddirektion Nr. 104, Nr. 124, N. 262
  • ISG FFM Best. A.40.01 Schulamt, Nr. 3816
  • ISG FFM Best. A.62.02 Gutachterausschuss für Grundstücksbewertung Nr. 293, Nr. 1425
  • ISG FFM Best. S3 Sammlung Ortsgeschichte, Nr. 452, Nr. 13923, Nr. 23367
  • ISG FFM Best. S7A Stadtbilder – Frankfurt bis 1943, Nr. 1998-14088, Nr. 2001-242
  • ISG FFM Best. S7P Porträtsammlung Nr. 1565, Nr. 5133, Nr. 6892

Zeitungen

  • ISG FFM  MF 15 General-Anzeiger der Stadt Frankfurt am Main
  • ISG FFM MF 17  Frankfurter Zeitung / Stadt-Blatt
  • ISG FFM Zsf 268 Frankfurter Volksblatt

Privatbesitz

  • NSDAP-Broschüre: Eine Antwort auf die Greuel- und Boykotthetze der Juden im Ausland, hrsg. von Otto Fischer, Frankfurt am Main 1934.

Zeitzeugeninterview

  • Interview mit dem ehemaligen Stadtkämmerer der Stadt Frankfurt am Main Dr. h. c. Ernst Gerhardt, ge­führt am 15.5.2025 von der Verfasserin

2. Edierte und digitalisierte Quellen 

  • 25-Punkte-Programm der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei (24.02.1920), in: documentAr­chiv.de, Stand 03.01.2004, http://www.documentarchiv.de/wr/1920/nsdap-programm.html.
  • Berichte gegen Vergessen und Verdrängen von 100 überlebenden jüdischen Schülerinnen und Schülern über die NS-Zeit in Frankfurt am Main, hrsg. von Benjamin Ortmeyer, 4. Aufl., Frankfurt am Main 2016.
  • Bondi, Hugo Jonas (Mainz, Frankfurt am Main), Correspondence 1928, 1933, 1938, Box 2, Folder 33, Germany (Vilna Archives) Collection RG 31, YIVO Institute for Jewish Research, Center for Jewish History. New York City; https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=IE259264.
  • … daß wir nicht erwünscht waren, Novemberpogrom 1938 in Frankfurt am Main, Berichte und Doku­mente, hrsg. von Gottfried Kößler u. a. Frankfurt am Main 1993.
  • Diamant, Adolf; Deportationsbuch der von Frankfurt am Main aus gewaltsam verschickten Juden in den Jahren 1941 bis 1944, Frankfurt am Main 1984.
  • Die Verfolgung der jüdischen Bevölkerung Frankfurt/M durch die Veröffentlichung von Namen und Ad­ressen in einer Broschüre der NSDAP 1935, Eine Dokumentation, hrsg. von der AG gegen den Anti­semi­tismus/Holbeinschule Frankfurt/M, Frankfurt am Main [1993].
  • Dokumente zur Geschichte der Frank­furter Juden 1933-1945, hrsg. von der Kommission zur Erforschung der Geschichte der Frankfurter Juden, Frankfurt am Main 1963.
  • Erinnerung braucht Zukunft, Der Ort der zerstörten Synagoge an der Friedberger Anlage in Frankfurt am Main, hrsg. von der Initiative 9. November, Frankfurt am Main 2010.
  • Fallbezogene Akte des ITS, DE ITS  2.1.1.1 HE013JÜD ZM 62; https://collections.arolsen-archives.org/de/search/person/70362748?s=Siegfried%20Oppenheimer%20Frankfurt&t=2727991&p=0.
  • Fernschreiben von Reinhard Heydrich zur Reichspogromnacht vom 10.11.1938, NS-Archiv, Dokumente zum Nationalsozialismus, Jürgen Langowski 2026; https://www.ns-ar­chiv.de/verfolgung/pogrom/heydrich.php.
  • Hartmann, Christian u. a. (Hrsg.); Hitler, Mein Kampf. Eine kritische Edition, 2 Bde., im Auftrag des In­stituts für Zeitgeschichte München-Berlin, 13. Aufl., München 2022,  https://www.mein-kampf-edi­tion.de/.
  • Kartei Theresienstadt, Podle listiny XII/3-XII/8 Frankfurt a. M., 1.1.42.2/11422001 031/ ITS Digital Archive, Arolsen Archives;  https://collections.arolsen-archives.org/de/search?s=Hugo%20Bondi.
  • Kartei Theresienstadt, Ustredni Kartoteka – Transporty, Bondi, Franziska, 1.1.42.2/11422001 031/ITS Digital Archive, Arolsen Archives; https://collections.arolsen-archives.org/de/search/person/5023067?s=Bondi,%20Frankziska&t=2546953&p=0.
  • Kruskal, Herbert N.; Bericht von Herbert N. Kruskal über das Novemberpogrom 1938 in Frank­furt/Main, Geschrieben 1961, in: Dokumente zur Geschichte der Frankfurter Juden 1933-1945, hrsg. von der Kom­mission zur Erforschung der Geschichte der Frankfurter Juden, Frankfurt am Main 1963, S. 28-32.
  • Novemberpogrom 1938, Die Augenzeugenberichte der Wiener Library, London, hrsg. von Ben Barkow u. a., Frankfurt am Main 2008.
  • NSDAP-Broschüre: Eine Antwort auf die Greuel- und Boykotthetze der Juden im Ausland, 2. Auflage, hrsg. von Otto Fischer, Frankfurt am Main 1935, in: Die Verfolgung der jüdischen Bevölkerung Frank­furt/M durch die Veröffentlichung von Namen und Adressen in einer Broschüre der NSDAP 1935, Eine Dokumentation, hrsg. von der AG gegen den Anti­semitismus/Holbeinschule Frankfurt/M, Frankfurt am Main [1993].
  • Oppenheimer, Max; Die Generalprobe, Die organisierte Spontaneität, in: Max Oppenheimer, Horst Stuckmann, Rudi Schneider, Als die Synagogen brannten, Zur Funktion des Antisemitis­mus gestern und heute, Frankfurt am Main 1978, S. 37-46.
  • Presseerklärung des Nationalsozialistischen Gaudienstes Hessen-Nassau vom 11. November 1938, abge­druckt in: „Die Synagogen brennen …!“ Die Zerstörung Frankfurts als jüdische Le­benswelt, Ausstel­lungskatalog, bearb. von Jürgen Steen, Frankfurt am Main 1988. S. 151.
  • Transport XII/3: Deportation von Frankfurt /Main nach Theresienstadt,15.9.1942, 1.2.1.1/8229703/ITS Digital Archive, Arolsen Archives; https://collections.arolsen-archives.org/de/search/person/11200301?s=Franziska%20Bondi&t=229793&p=0.
  • Schreiben der Geheimen Staatspolizei, Staatspolizeistelle in Frankfurt a. M. an den Herrn Polizeipräsi­denten Frankfurt/Main vom 23.9.1942, 1.2.1.1/8229703/ITS Digital Archive, Arolsen Archives; https://collections.arolsen-archives.org/de/archive/1-2-1-1_8229703.

II. Literatur

1. Gedruckte Veröffentlichungen

  • Bonavita, Petra (Hrsg.); Assimilation, Verfolgung, Exil am Beispiel der jüdischen Schüler des Kaiser-Friedrichs-Gymnasiums (heute Hein­rich-von Gagern-Gymnasium) Frankfurt am Main, Stuttgart 2002.
  • Burkard, Benedikt u. a. (Hrsg.); Eine Stadt macht mit, Frankfurt und der NS, Begleitbuch zur Ausstellung im Historischen Museum Frankfurt 9. Dezember 2021 – 11. September 2022, (= Schriften des Histori­schen Museums Frankfurt, hrsg. von Jan Gerchow, Bd. 42), Petersberg [2022].
  • Knellessen, Dagi; Novemberpogrome 1938 „Was unfassbar schien, ist Wirklichkeit“, (= Pädagogische Materialien Nr. 03), hrsg. vom Pädagogischen Zentrum des Fritz Bauer Instituts und des Jüdischen Muse­ums, Frankfurt am Main 2015.
  • Korn, Salomon; Synagoge Friedberger Anlage (29. August 1907 – 9. November 1938), in: Ostend: Blick in ein jüdisches Viertel, Begleitbuch zur gleichnamigen Ausstellung im Jüdischen Museum,  Frankfurt am Main 2000, S. 48-57.
  • Krohn, Helga; Ein „Gruß aus Frankfurts schönstem Stadtteil“ – Blick in die Frankfurter Stadtentwicklung, in: Ostend: Blick in ein jüdisches Viertel, Begleitbuch zur gleichnamigen Ausstellung im Jüdischen Mu­seum,  Frankfurt am Main 2000, S. 10-25.
  • Schiefelbein, Dieter; „Reichskristallnacht“ in Frankfurt am Main, Eine Skizze, in: Pogromnacht und Ho­locaust: Frankfurt, Weimar, Buchenwald,  Die schwierige Erinnerung an die Stationen der Vernichtung, hrsg. von Thomas Hofmann u. a., Weimar, Köln, Wien 1994, S. 32-57.
  • Steen, Jürgen (Bearb.); „Die Synagogen brennen …!“ Die Zerstörung Frankfurts als jüdische Le­benswelt, Ausstellungskatalog,  Frankfurt am Main 1988.

2. Internetbeiträge

Abbildungsverzeichnis

Frankfurt, Friedberger Anlage 22, Foto von Karsten Ratzke vom 28. Januar 2014

https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Frankfurt,_Friedberger_Anlage_22.JPG.

ISG FFM Best. S7A Stadtbilder – Frankfurt bis 1943, Nr. 1998-14088, Nr. 2001-242

ISG FFM Best. S7P Porträtsammlung Nr. 1565, Nr. 5133, Nr. 6892

Kartei Theresienstadt, Podle listiny XII/3-XII/8 Frankfurt a. M., 1.1.42.2/11422001 031/ ITS Digital Archive, Arolsen Archives;  https://collections.arolsen-archives.org/de/search?s=Hugo%20Bondi.

NSDAP-Broschüre: Eine Antwort auf die Greuel- und Boykotthetze der Juden im Ausland, hrsg. von Otto Fischer, Frankfurt am Main 1934, Privatbesitz.

Verwaltungsgebäude der Feuerwache II, Burgstraße 11c, Foto von Epizentrum vom 24. Mai 2013 https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Frankfurt_Burgstra%C3%9Fe_11c.20130524.jpg.


[1]„Kramer, Walter* Karl Otto, “, in: Hessische Biografie,  https://lagis.hessen.de/de/personen/hessische-biogra­fie/alle-eintraege/22306_kramer-walter-karl-otto, Stand 30.11.2023 (aufgerufen am 30.12.2025).

[2] Institut für Stadtgeschichte Frankfurt am Main (Sigel: ISG FFM) Best. S3 Nr. 13923, NSDAP: Ortsgruppe Ostend.

[3] 25-Punkte-Programm der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei (24.02.1920), in: documentAr­chiv.de, Stand 03.012004; http://www.documentarchiv.de/wr/1920/nsdap-programm.html  (aufgerufen am 16.5.2024).

[4] Christian  Hartmann u. a. (Hrsg.), Hitler, Mein Kampf. Eine kritische Edition, 2 Bde., im Auftrag des Instituts für Zeitgeschichte München-Berlin, 13. Aufl., München 2022,  https://www.mein-kampf-edition.de/ (aufgerufen am 16.5.2024).

[5] ISG FFM Best. S3 Nr. 13923, NSDAP: Ortsgruppe Ostend; vgl. auch ISG FFM Best. A.32.02 Nr.1942, Wirtschaftser­laubnis „Röderbergfelsenkeller“, Karteikarte vom 5.12.1941.

[6] ISG FFM Best. S3 Nr. 13923, NSDAP: Ortsgruppe Ostend.

[7] Benedikt Burkard u. a. (Hrsg.), Eine Stadt macht mit, Frankfurt und der NS, Begleitbuch zur Ausstellung im Histori­schen Museum Frankfurt 9. Dezember 2021 – 11. September 2022, (= Schriften des Histori­schen Museums Frankfurt, hrsg. von Jan Gerchow, Bd. 42), Petersberg [2022]. S. 29.

[8] Frankfurt 1933-1945, Topografie, Plan von 1943, NS-System und Alltag, Institut für Stadtgeschichte Frankfurt am Main, Stand 2026; https://www.frankfurt1933-1945.de/topografie/plan-von-1943/filterthema1943/ns-system-und-alltag (aufgerufen am 13.1.2026).

[9] ISG FFM Best. S3 Nr. 452, SA und andere NSDAP-Gliederungen, Artikel: Die Muster-Ortsgruppen des Kreises Groß-Frankfurt, Frankfurter General-Anzeiger, Freitag, 29. Juni 1934, S. 6.

[10] ISG FFM Best. S3 Nr. 452, SA und andere NSDAP-Gliederungen, Programm einer Werbeveranstaltung.

[11] Benedikt Burkard u. a. (Hrsg.), Eine Stadt macht mit, S. 29.

[12] Helga Krohn, Ein „Gruß aus Frankfurts schönstem Stadtteil“ – Blick in die Frankfurter Stadtentwicklung, in: Ostend: Blick in ein jüdisches Viertel, Begleitbuch zur gleichnamigen Ausstellung im Jüdischen Museum,  Frankfurt am Main 2000, (S. 10-25), S. 22f. 

[13] NSDAP-Broschüre: Eine Antwort auf die Greuel- und Boykotthetze der Juden im Ausland, hrsg. von Otto Fischer, Frankfurt am Main 1934, Privatbesitz, S. 176.

[14] ISG FFM Zsf 268 Fft Volksblatt 1938 Juli-Dez., Frankfurter Volksblatt , vgl. etwa Frankfurter Volksblatt vom 10. November 1938, S. 1.

[15] NSDAP-Broschüre: Eine Antwort, S. 4.

[16] NSDAP-Broschüre: Eine Antwort auf die Greuel- und Boykotthetze der Juden im Ausland, 2. Auflage, hrsg. von Otto Fischer, Frankfurt am Main 1935, Der zweiten Auflage zum Geleit!, in: Die Verfolgung der jüdischen Bevölke­rung Frankfurt/M durch die Veröffentlichung von Namen und Adressen in einer Broschüre der NSDAP 1935, Eine Dokumentation, hrsg. von der AG gegen den Antisemitismus/Holbeinschule Frankfurt/M,  Frankfurt am Main [1993].

[17] Die Verfolgung der jüdischen Bevölkerung Frankfurt/M durch die Veröffentlichung von Namen und Adressen in einer Broschüre der NSDAP 1935, Vorbemerkung von Benjamin Ortmeyer.

[18] Petra Bonavita (Hrsg.), Assimilation, Verfolgung, Exil am Beispiel der jüdischen Schüler des Kaiser-Friedrichs-Gymnasiums (heute Hein­rich-von-Gagern-Gymnasium) Frankfurt am Main, Stuttgart 2002, S. 21.

[19] Berichte gegen Vergessen und Verdrängen von 100 überlebenden jüdischen Schülerinnen und Schülern über die NS-Zeit in Frankfurt am Main, hrsg. von Benjamin Ortmeyer, 4. Aufl., Frankfurt am Main 2016, S. 28.

[20] Ebd., S. 54.

[21] Heinrich-von-Gagern-Gymnasium, Schulgeschichte: Vom Kaiser-Friedrich-Gymnasium zum Heinrich-von-Ga­gern-Gymnasium von Matteo Cornelli am 18.08.2023, https://hvgg.de/2023/08/schulgeschichte/ (aufgerufen am 12.3.2025).

[22] Petra Bonavita (Hrsg.), Assimilation, Verfolgung, Exil, S. 21.

[23] Max Mayer, „Dies waren gute deutsche Bürger“, Interview mit Max Mayer, in: Erinnerung braucht Zukunft, Der Ort der zerstör­ten Synagoge an der Friedberger Anlage in Frankfurt am Main, hrsg. von der Initiative  9. November, Frank­furt am Main 2010, (S. 56-74), S. 63.

[24]Yehuda Ariel, „Es ist kein Gesindel gewesen, das die Synagoge abgebrannt hat“, Interview mit Yehuda Ariel, in: Erinnerung braucht Zukunft, Der Ort der zerstörten Synagoge an der Friedberger Anlage in Frankfurt am Main, hrsg. von der Initiative  9. November, Frankfurt am Main 2010, (S. 79-83), S. 81.

[25] ISG FFM Best. S3 Nr. 23367, Gau Hessen-Nassau des N.S.-Lehrerbundes, Mitglieder-Verzeichnis, Nach dem Stand vom April 1934, S. 114.

[26] ISG FFM Best. A.40.01 Nr. 3816, Chronik des Kaiser Friedrich-Gymnasiums von Oberstudiendirektor Dr. Hein­rich Weinstock.

[27] ISG FFM Best. A.02.01 Nr. 5800, Bl. 17, Schreiben von [F]ranz Müller an Herrn Dr. Fritz Krebs vom 29.5.1938.

[28] Salomon Korn, Synagoge Friedberger Anlage (29. August 1907 – 9. November 1938), in: Ostend – Blick in ein jüdisches Viertel, Begleitbuch zur gleichna­migen Ausstellung im Jüdischen Museum,  Frankfurt am Main 2000, (S. 48-57), S. 52ff.

[29] Esther Clifford, „Polen-Aktion“ und Novemberpogrom, in: … daß wir nicht erwünscht waren, November­pogrom 1938 in Frankfurt am Main, Berichte und Dokumente, hrsg. von Gottfried Kößler u. a.,  Frankfurt am Main 1993, (S. 108-112), S. 108f.

[30] Frankfurt 1933-1945, Topographie, Plan von 1943, Institut für Stadtgeschichte Frankfurt am Main, Stand 2026, https://www.frankfurt1933-1945.de/topografie/plan-von-1943 (aufgerufen am 21.1.2026). In diesem interaktiv aufbe­reiteten Stadtplan von 1943 findet man unter den Themen NS System und Alltag sowie Jüdisches Leben und Judenverfolgung die Ortsgruppen Sandweg und Ostend, das Keglersporthaus, das Zoogesellschaftshaus, die Syna­goge Friedberger Anlage,  jüdische Einrichtungen sowie die Rabbinerwohnung in der Fichtestraße 5. Daneben kann man die hier erwähnten Wohnanschriften der Betroffenen ausfindig machen und erhält so ein Bild von der räumliche Nähe von Tätern und Opfern.

[31] Lebendiges Museum Online (Lemo), NS-Regime, Ausgrenzung und Verfolgung, Novemberpogrome 1938, ver­fasst von Oliver Schweinoch, Deutsches Historisches Museum, Berlin 9. November 2021,

https://www.dhm.de/lemo/kapitel/ns-regime/ausgrenzung-und-verfolgung/novemberpogrom-1938.html (aufgerufen am 9.2.2025).

[32] ISG FFM  MF 15 General-Anzeiger der Stadt Frankfurt am Main, Dienstag, 8. November 1938, S. 6.

[33] Dieter Schiefelbein, „Reichskristallnacht“ in Frankfurt am Main, Eine Skizze, in: Pogromnacht und Ho­locaust: Frankfurt, Weimar, Buchenwald,  Die schwierige Erinnerung an die Stationen der Vernichtung, hrsg. von Thomas Hofmann u. a., Weimar, Köln, Wien 1994, (S. 32-57), S. 44f.

[34] Lebendiges Museum Online (Lemo), NS-Regime, Ausgrenzung und Verfolgung, Novemberpogrome 1938

(aufgerufen am 9.2.2025).

[35] ISG FFM  MF 15 General-Anzeiger der Stadt Frankfurt am Main, Dienstag, 8. November 1938, S. 6.

[36] Auskunft von Herrn Dr. h. c. Ernst Gerhardt; Zeitzeugeninterview mit dem ehemaligen Stadtkämmerer der Stadt Frankfurt am Main Dr. h. c. Ernst Gerhardt, geführt am 15.5.2025 von der Verfasserin.

[37] Alice Oppenheimer, Wenige Tage aus meinem Leben, Geschrieben zwischen Juni 1963 bis 1965, in: … daß wir nicht erwünscht waren, November­pogrom 1938 in Frankfurt am Main, Berichte und Dokumente, hrsg. von Gottfried Kößler u. a.,  Frankfurt am Main 1993,  (S. 47-81), S. 56.

[38] Schiefelbein, S. 45ff.

[39] … daß wir nicht erwünscht waren,   S. 12f.

[40] Schiefelbein, S. 47; vgl. auch … daß wir nicht erwünscht waren, S. 13.

[41] Christine Herrmann, „Kinder, steht alle auf, die zünden die Synagoge an!“, Interview mit Christine Herrmann, in: Erinnerung braucht Zukunft, Der Ort der zerstörten Synagoge an der Friedberger Anlage in Frankfurt am Main, hrsg. von der Initiative  9. November, Frankfurt am Main 2010, ( S. 117-125), S. 117f.

[42] Ebd., S. 121f.

[43] Ebd., S. 117f.

[44] Presseerklärung des Nationalsozialistischen Gaudienstes Hessen-Nassau vom 11. November 1938, abge­druckt in: „Die Synagogen brennen …!“ Die Zerstörung Frankfurts als jüdische Le­benswelt, Ausstel­lungskatalog, bearb. von Jürgen Steen, Frankfurt am Main 1988, S. 151.

[45] Inge Heß, „Ich habe mich so sehr geschämt, dass ich Deutsche bin“, Interview mit Inge Heß, in: Erinnerung braucht Zukunft, Der Ort der zerstörten Synagoge an der Friedberger Anlage in Frankfurt am Main, hrsg. von der Initiative  9. November, Frankfurt am Main 2010, (S. 95-102), S. 98.

[46] Max Mayer, „Dies waren gute deutsche Bürger“, in: Erinnerung braucht Zukunft, (S. 56-74), S. 67.

[47]  Walter Rost, „Unser Blumengeschäft ging gut durch die Judenkundschaft“, Interview mit Walter Rost, in: Erinne­rung braucht Zukunft, Der Ort der zerstörten Synagoge an der Friedberger Anlage in Frankfurt am Main, hrsg. von der Initiative  9. November, Frankfurt am Main 2010, (S.103-108), S. 104.

[48] Alice Oppenheimer, Wenige Tage aus meinem Leben,  in: „… daß wir nicht erwünscht waren, (S. 47-81).  S. 56.

[49] Jürgen Steen (Bearb.), „Die Synagogen brennen …!“, S. 141.

[50] Alice Oppenheimer, Wenige Tage aus meinem Leben, in: „… daß wir nicht erwünscht waren, (S. 47-81).  S. 56f.

[51] Ebd., S. 58.

[52] ISG FFM Best. A. 37 Nr. 104, Dienstordnung für die Feuerlöschpolizei der Stadt Frankfurt am Main vom 1. April 1937, S.1.

[53] Christine Herrmann, „Kinder, steht alle auf, die zünden die Synagoge an!“,  in: Erinnerung braucht Zukunft, ( S. 117-125), S. 117f.

[54] Herbert N. Kruskal, Bericht von Herbert N. Kruskal über das Novemberpogrom 1938 in Frankfurt/Main, Geschrie­ben 1961, in: Doku­mente zur Geschichte der Frankfurter Juden 1933-1945, hrsg. von der Kommission zur Erfor­schung der Geschichte der Frankfurter Juden, Frankfurt am Main 1963, (S. 28-32), S. 29f.

[55] Yehuda Ariel, „Es ist kein Gesindel gewesen, das die Synagoge abgebrannt hat“,  in: Erinnerung braucht Zukunft, (S. 79-83), S. 82.

[56] Benjamin Hirsch, Die Zerstörung der Synagoge in der Friedberger Anlage, in: Erinnerung braucht Zukunft, Der Ort der zerstörten Synagoge an der Friedberger Anlage in Frankfurt am Main, hrsg. von der Initiative  9. November, Frankfurt am Main 2010, (S.114-116),  S. 114.

[57] Ebd., S. 115.

[58]Fernschreiben von Reinhard Heydrich zur Reichspogromnacht vom 10.11.1938, NS-Archiv, Dokumente zum Nationalsozialismus, Jürgen Langowski 2026; https://www.ns-archiv.de/verfolgung/pogrom/heydrich.php, S. 1f. (aufgerufen am 4.1.2026).

[59] Benedikt Burkard u. a. (Hrsg.), Eine Stadt macht mit, Biogra­fien, S. 271.

[60] Benjamin Hirsch, Die Zerstörung der Synagoge in der Friedberger Anlage,  in: Erinnerung braucht Zukunft,  (S. 114-116),  S. 114f.

[61] Max Mayer, „Dies waren gute deutsche Bürger“, in: Erinnerung braucht Zukunft, (S. 56-74), S. 57.

[62] Ebd., S. 65.

[63] ISG FFM Best. A. 37 Nr. 124, Feuerbericht vom 11.11.1938, Brandstelle: Synagoge Friedberger-Anlage 5-6 vom 10. November 1938.

[64] Bernard Natt, Returning from Auschwitz,  Zwei Briefe, ein Telegramm, in: … daß wir nicht erwünscht waren, November­pogrom 1938 in Frankfurt am Main, Berichte und Dokumente, hrsg. von Gottfried Kößler u. a.,  Frankfurt am Main 1993, (S. 148-157), S. 151.

[65] Bericht von Herbert N. Kruskal über das Novemberpogrom1938 in Frankfurt/M., in: Doku­mente zur Geschichte der Frankfurter Juden 1933-1945, (S. 28-32),  S. 29.

[66] Christine Herrmann, „Kinder, steht alle auf, die zünden die Synagoge an!“, in: Erinnerung braucht Zukunft,  (S. 117-125), S. 120f.

[67] Ebd., S. 120.

[68] Alice Oppenheimer, Wenige Tage aus meinem Leben, in: … daß wir nicht erwünscht waren, (S. 47-81)  S. 57.

[69] Ebd., S. 58f. In der NSDAP-Broschüre wurde Hugo Bondi mit der Adresse Palm­straße 7 und dem Vermerk „Me­talle“ erfasst. Im „Ge­werbe-Verzeich­nis“ findet man ihn unter „Handel“„Organi­sche und anorganische Rohpro­dukte“, worunter „Kohle, Metalle, Industriebedarf etc.“ fallen (NSDAP-Broschüre: Eine Antwort, S. 15 und S. 119).

[70] Bericht von Herbert N. Kruskal über das Novemberpogrom 1938 in Frankfurt/M., in: Doku­mente zur Geschichte der Frankfurter Juden 1933-1945, (S. 28-32),  S. 29.

[71] Bondi, Hugo Jonas (Mainz, Frankfurt am Main), Correspondence 1928, 1933, 1938, Box 2, Folder 33, Germany (Vilna Archives) Collection RG 31, YIVO Institute for Jewish Research, Center for Jewish History, New York City;

https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=IE259264 (aufgerufen am 5.1.2026).

[72] Transport XII/3: Deportation von Frankfurt /Main nach Theresienstadt,15.9.1942, 1.2.1.1/8229703/ITS Digital Archive, Arolsen Archives;

https://collections.arolsen-archives.org/de/search/person/11200301?s=Franziska%20Bondi&t=229793&p=0 (aufgeru­fen am 29.1.2025). In einem Begleitschreiben der Staatspolizeistelle Frankfurt/Main an den Polizeipräsi­denten zu diesem Transport wurde als  Betreff  „Wohnsitzverlegung von Juden nach Theresienstadt“ angegeben und damit die Deportation und Ermordung der Juden menschenverachtend beschönigt.  (Schreiben der Geheimen Staats­polizei, Staatspolizeistelle in Frankfurt a. M. an den Herrn Polizeipräsidenten Frankfurt/Main vom 23.9.1942, 1.2.1.1/8229703/ITS Digital Archive, Arolsen Archives; https://collections.arolsen-archi­ves.org/de/archive/1-2-1-1_8229703 (aufgerufen am 29.1.2025). Adolf Diamant gibt die Größe dieses Trans­ports mit 1378 Personen an. (Adolf Diamant, Deportationsbuch der von Frankfurt am Main aus gewaltsam ver­schickten Juden in den Jahren 1941 bis 1944, Frankfurt am Main 1984, Vorwort).

[73] Adolf Diamant, Deportationsbuch, S. 15. Bondis Tod am 5. April 1943 belegt eine Karteikarte aus Theresienstadt mit Stempel des Krematoriums. (Kartei Theresienstadt, Podle listiny XII/3-XII/8 Frankfurt a. M., 1.1.42.2/11422001 031/ ITS Digital Archive, Arolsen Archives;  https://collections.arolsen-archives.org/de/search?s=Hugo%20Bondi

(aufgerufen am 31.1.2025).

[74] Kartei Theresienstadt, Ustredni Kartoteka – Transporty, Bondi, Franziska, 1.1.42.2/11422001 031//ITS Digital Archive, Arolsen Archives; https://collections.arolsen-archi­ves.org/de/search/person/5023067?s=Bondi,%20Frankziska&t=2546953&p=0 (aufgerufen am 30.1.2025).

[75] Adolf Diamant, Deportationsbuch, S. 15.

[76] Alice Oppenheimer, Wenige Tage aus meinem Leben, in: … daß wir nicht erwünscht waren, (S. 47-81), S. 59f.

[77] Shoah Memorial Frankfurt,  hrsg. vom  Jüdischen Museum Frankfurt, Shoah in Frankfurt, 2021/2022; https://www.shoah-memorial-frankfurt.de/shoah-in-frankfurt (aufgerufen am 5.10.2025).

[78] Alice Oppenheimer, Wenige Tage aus meinem Leben, in: … daß wir nicht erwünscht waren, (S. 47-81), S. 78f.

[79] Fallbezogene Akte des ITS , DE ITS  2.1.1.1 HE013JÜD ZM 62; https://collections.arolsen-archi­ves.org/de/search/person/70362748?s=Siegfried%20Oppenheimer%20Frankfurt&t=2727991&p=0 (aufgerufen am 30.1.2025).

[80] Julius Meyer, November 1938 in Frankfurt/M und Vorfälle in der Festhalle. Geschrieben 1940, in: Dokumente zur Geschichte der Frankfurter Juden 1933-1945, hrsg. von der Kommission zur Erforschung der Geschichte der Frank­furter Juden , Frankfurt am Main 1963, (S. 32-44),  S. 33.

[81] Alice Oppenheimer, Wenige Tage aus meinem Leben, in: … daß wir nicht erwünscht waren, (S. 47-81), S. 62f.

[82] tramfan-ffm, Nahverkehr Frankfurt damals, Strecken- und Liniendokumentation, Liniennetz Frankfurt, Stand 1938, verantwortlich Bernd Rodmann Frankfurt am Main 2014, https://www.tramfan-ffm.de/netzplaene/Netz1938.png (aufgerufen am 26.2.2024).

[83] Avraham Avisar (Alfred Revisorski), „Ich habe dagegengehalten“, in: … daß wir nicht erwünscht waren, November­pogrom 1938 in Frankfurt am Main, Berichte und Dokumente, hrsg. von Gottfried Kößler u. a.,  Frankfurt am Main 1993,  (S. 101-107), S. 102.

[84] Alice Oppenheimer, Wenige Tage aus meinem Leben,  in: … daß wir nicht erwünscht waren, (S. 47-81),  S. 58.

[85] Ebd., S. 60f.

[86] Max Oppenheimer, Die Generalprobe, Die organisierte Spontaneität, in: Max Oppenheimer, Horst Stuckmann, Rudi Schneider, Als die Synagogen brannten, Zur Funktion des Antisemitis­mus gestern und heute, Frankfurt am Main 1978, (S. 37-46). S. 37.

[87] Benjamin Hirsch, Die Zerstörung der Synagoge in der Friedberger Anlage, in: Erinnerung braucht Zukunft,  (S. 114-116),  S. 114f.

[88] Max Oppenheimer, Die Generalprobe, S.  37.

[89] Alice Oppenheimer, Wenige Tage aus meinem Leben,  in: … daß wir nicht erwünscht waren, (S. 47-81), S. 64f.

[90] Bernard Natt, Returning from Auschwitz, in: … daß wir nicht erwünscht waren, (S.148-157), S. 151.

[91] Berichte gegen Vergessen und Verdrängen, S. 118.

[92] ISG FFM Zsf 268 Fft Volksblatt 1938 Juli-Dez., Frankfur­ter Volksblatt vom 10. November 1938, S. 1.

[93] Ebd., Impressum,  S. 2.

[94] Ebd., S.1.

[95] Alice Oppenheimer, Wenige Tage aus meinem Leben, in: … daß wir nicht erwünscht waren, (S. 47-81), S. 66.

[96] Dagi Knellessen, Novemberpogrome 1938 „Was unfassbar schien, ist Wirklichkeit“, (= Pädagogische Materialien Nr. 03), hrsg. vom Pädagogischen Zentrum des Fritz Bauer Instituts und des Jüdischen Museums, Frankfurt am Main 2015, S. 69.

[97] Peter Longerich, Novemberpogrome 1938 (publiziert am 04.09.2025), in: nsdoku.lexikon, hrsg. vom NS-Dokumen­ta­tionszentrum München,  https://www.nsdoku.de/lexikon/artikel/novemberpogrome-1938-602 (aufgerufen am 9.10.2025).

[98] ISG FFM  MF 15 General-Anzeiger der Stadt Frankfurt am Main Freitag, 11. November 1938, S. 1.

[99] Alice Oppenheimer, Wenige Tage aus meinem Leben, in: … daß wir nicht erwünscht waren, (S. 47-81), S. 67.

[100] Inge Heß, „Ich habe mich so sehr geschämt, dass ich Deutsche bin“, in: Erinnerung braucht Zukunft, (S. 95-102),

S. 95

[101] Rose Teichert, „Sprechen Sie nicht mit mir – wenn das jemand sieht!“, Interview mit Rose Tei­chert, in: Erinne­rung braucht Zu­kunft, Der Ort der zerstörten Synagoge an der Friedberger An­lage in Frankfurt am Main, hrsg. von der Initiative  9. November, Frankfurt am Main 2010, ( S. 109-113), S.111.

[102] ISG FFM Best. A. 37 Nr. 124, Feuerbericht vom 11. 11.1938, Brandstelle: Synagoge Friedberger-Anlag[e]  5-6 vom 11. November 1938.

[103] Bernard Natt, Returning from Auschwitz, in: … daß wir nicht erwünscht waren, (S.148-157), S. 151.

[104] ISG FFM Best. A. 37 Nr. 124, Auszug aus den Niederschriften über die Besprechungen bei dem Herrn Oberbürger­meister, Frankfurt a. M., den 12. Nov.1938.

[105] Bericht von Herbert N. Kruskal über das Novemberpogrom1938 in Frankfurt/M., in: Doku­mente zur Geschichte der Frankfurter Juden 1933-1945, (S. 28-32),  S. 31.

[106] Presseerklärung des Nationalsozialistischen Gaudienstes Hessen-Nassau vom 11. November 1938, S. 151; vgl. auch ISG FFM MF 17 Frankfurter Zeitung /Stadt-Blatt Freitag, 11. November, 1938, Artikel „Die Kundgebungen des 10. November“.

[107] Ebd.

[108] ISG FFM  MF 15 General-Anzeiger der Stadt Frankfurt am Main Freitag, 11. November 1938, S. 1.

[109] Presseerklärung des Nationalsozialistischen Gaudienstes Hessen-Nassau vom 11. November 1938, S. 151; vgl. auch ISG FFM MF 17 Frankfurter Zeitung /Stadt-Blatt Freitag, 11. November, 1938, Artikel „Die Kundgebungen des 10. November“.

[110] Alice Oppenheimer, Wenige Tage aus meinem Leben, in: … daß wir nicht erwünscht waren, (S. 47-81), S. 74f.

[111] Bericht von Herbert N. Kruskal über das Novemberpogrom 1938 in Frankfurt/Main, , in: Doku­mente zur Ge­schichte der Frankfurter Juden 1933-1945, (S. 28-32), S. 31.

[112] ISG FFM Best. A. 37 Nr. 124, Feuerbericht vom 11.11.1938, Brandstelle: Friedberger-Anlage 4-5 (sic!) (Syna­goge) vom 11. November 1938.

[113] Novemberpogrom 1938, Die Augenzeugenberichte der Wiener Library, London, hrsg. von Ben Barkow u. a., Frankfurt am Main 2008, S. 386f.

[114] ISG FFM Best. A. 37 Nr. 124, Feuerbericht vom 13.11.1938, Brandstelle, Synagoge Friedberger-Anlage 5/6 vom 12. November 1938.

[115] ISG FFM Best. A. 37 Nr. 124, Feuerbericht vom 13.11.1938, Brandstelle, Synagoge Friedberger -Anlage 5/6 vom 13. November 1938.

[116] Novemberpogrom 1938, Die Augenzeugenberichte der Wiener Library, S. 388f.

[117] ISG FFM Best. A 37 Nr. 262 Ausrückeordnung mit Änderung vom 3.3.1938 vom 7.11.35, S. 1.

[118] ISG FFM Best. A 37 Nr. 104 Dienstanweisung für die Behandlung von Feuer- u. Hilfeleistungsberichten vom 7. Dezember 1936, S. 1.

[119] ISG FFM Best. A.02.01 Nr. 5800, Bl. 19, Protokoll der Baupolizei über die Besprechungen bei dem Oberbürger­meister am 11.11.1938.

[120] ISG FFM Best. A.02.01 Nr. 5800, Bl. 21,  Auszugsweise Abschrift aus der Niederschrift über die Besprechung von Herrn Stadtrat Dr. Müller mit Herrn Oberbürgermeister am 14. November 1938.

[121] Bericht aus Frankfurt/Main. Aus einem Brief, Amsterdam, den 24.11.1938, in: Dokumente zur Geschichte der Frankfurter Juden 1933-1945, hrsg. von der Kommission zur Erforschung der Ge­schichte der Frankfurter Juden, Frankfurt am Main 1963, S. 45.

[122] ISG FFM Best. A.02.01 Nr. 5800, Bl. 25,  Auszugsweise Abschrift aus der Niederschrift über die Besprechung von Herrn Stadtrat Dr. Müller mit Herrn Oberbürgermeister am 18.11.1938.

[123] ISG FFM Best. A.02.01 Nr. 5800, Bl. 23,  Abschrift des Vermerks von Oberbaurat Fischer vom 21.11.38.

[124] ISG FFM Best. A.02.01 Nr. 5800, Bl. 105, Herrn Hauptverwaltungsdirektor Emrich vorzulegen, Schreiben vom 22. Juli 1939.

[125] ISG FFM Best. A.02.01 Nr. 5800, Bl. 31, Meldung des Hochbauamtes vom 20. Dezember 1938.

[126] ISG FFM Best. A. 02.01 Nr. 5800, Bl. 33, II. Meldung des Hochbauamtes vom 23.12.38.

[127] ISG FFM Best. A.02.01 Nr. 5800, Bl. 35, III. Meldung des Hochbauamtes vom 31. Dezember 1938.

[128] ISG FFM Best. A.02.01 Nr. 5800, Bl. 37, IV. Meldung des Hochbauamtes vom 7. Januar 1939.

[129] ISG FFM Best. A.02.01 Nr. 5800, Bll. 39, 41, 43, 45, 47, 49, V. bis X. Meldung des Hochbauamtes vom 13. Ja­nuar 1939, 24. Januar 1939, 30. Januar 1939, 4. Februar 1939, 11. Februar 1939, 20. Februar 1939.

[130] ISG FFM Best. A.02.01 Nr. 5800, Bl. 51, XI. Meldung des Hochbauamtes vom 1. März 1939.

[131] ISG FFM Best. A.02.01 Nr. 5800, Bll. 53, 55, 57, 59, 61, XII. bis XVI. Meldung des Hochbauamtes vom 3. März 1939, 13. März 1939, 20. März 1939, 25. März 1939, 1. April 1939.

[132] ISG FFM Best. A.02.01 Nr. 5800, Bl. 63, XVII. Meldung des Bauamtes vom 12. April 1939.

[133] ISG FFM Best. A.02.01 Nr. 5800, Bll. 65, 67, 69, 71, 73, 91, 93, 95 , XVIII. bis XXV. Meldung des Bauamtes vom 15. April 1939, 24. April 1939, 3.5.1939, 8.5.1939, 15. Mai 1939, 23. Mai 1939, 31. Mai 1939, 5. Juni 1939.

[134] ISG FFM Best. A. 02.01 Nr. 5800, Bl. 97, XXVI. Meldung des Bauamtes vom 12. Juni 1939.

[135] ISG FFM Best. A.02.01 Nr. 5800, Bl. 101, XXVII. (letzte) Meldung des Bauamtes vom 20. Juni 39.

[136] Christine Herrmann, „Kinder, steht alle auf, die zünden die Synagoge an!“,  in: Erinnerung braucht Zukunft, ( S. 117-125), S. 120.

[137] Yehuda Ariel, „Es ist kein Gesindel gewesen, das die Synagoge abgebrannt hat“, in: Erinnerung braucht Zukunft,  (S. 79-83), S. 82.

[138]ISG FFM Best. A.02.01 Nr. 9392,  Vorlage des Oberbürgermeisters an die Gemeinderäte über den Erwerb von Liegenschaften und Begräbnisplätzen der Jüdischen Gemeinde, 30. März 1939.

[139] ISG FFM Best. A.02.01 Nr. 9392, Anlage 1 zum Grundstücks- Kauf- und Uebereignungsvertrag vom [3. April 1939].

[140] ISG FFM Best. A.62.02 Nr. 293, Grundstückskaufvertrag vom 6. Dezember 1938, Beglaubigte Abschrift an den Regierungspräsidenten Wiesbaden.

[141] Alice Oppenheimer, Wenige Tage aus meinem Leben, in: … daß wir nicht erwünscht waren, (S. 47-81), S. 79.

[142] ISG FFM Best. A.62.02 Nr. 293, Grundstückskaufvertrag vom 6. Dezember 1938, Beglaubigte Abschrift an den Regierungspräsidenten Wiesbaden, S. 1.

[143] ISG FFM Best. A.62.02 Nr. 293 Formular („Veräußerung jüdischen Vermögens“) der NSDAP Gau Hessen-Nas­sau Kreiswirtschaftsberater vom 15. Dezember 1938.

[144] ISG FFM Best. A.62.02 Nr. 293, Grundstückskaufvertrag vom 6. Dezember 1938, Beglaubigte Abschrift an den Regierungspräsidenten Wiesbaden, S. 1f.

[145] ISG FFM Best. A.62.02 Nr. 293, Schreiben der NSDAP Kreis Gross-Frankfurt a. M. Der Kreiswirtschaftsberater an die NSDAP Ortsgruppe Sandweg vom 28. April 1939.

[146]ISG FFM Best, A.62.02 Nr. 293, Schreiben der NSDAP Ortsgruppe Sandweg an die NSDAP Kreis Gross Frank­furt Kreiswirtschaftsberater vom 2. Mai 1939.

[147] ISG FFM Best. A.62.02 Nr. 293, Schreiben von Marie Elisabeth Merget an die Stadt Frankfurt/Main vom 17. März 1939.

[148] Alice Oppenheimer, Wenige Tage aus meinem Leben, in: … daß wir nicht erwünscht waren, (S. 47-81), S. 55.

[149] ISG FFM Best. A.62.02 Nr. 1425, Feststellung über die zu erzielende Miete vom 29. März 1939.

[150] ISG FFM Best. A.62.02 Nr. 1425, Mitteilung an das Bauamt vom 27. März 1939.

[151] ISG FFM Best. A.62.02 Nr. 1425, Feststellung über die zu erzielende Miete vom 29. März 1939.

[152] ISG FFM Best. A.62.02 Nr. 1425, Schreiben an Frau Berta Widmaier Wtwe. vom 14. August 1939.

[153] ISG FFM Best. A.32.02 Nr. 3043 Wirtschaftserlaubnis „Saarland-Café“, Karteikarte vom 20.11.1941.