
(c) Technische Universitaet Darmstadt FG Digitales Gestalten
Die Synagoge der Israelitischen Religionsgesellschaft an der Friedberger Anlage war einst die größte Frankfurter Synagoge – eingeweiht am 29. August 1907. Sie bot Platz für etwa 1.000 Männer im Erdgeschoss und 600 Frauen auf den Emporen.
Am Morgen des 10. November verwüsteten Nationalsozialisten Einrichtungsgegenstände und legten Feuer. Um die Synagoge in Ruhe zu plündern, wurde der Brand zunächst gelöscht und dann das Gebäude mehrfach wieder angezündet, bis das Dach einstürzte. In den folgenden Monaten erfolgte der Abbruch.
An Stelle der Synagoge mussten Zwangsarbeiter 1942 einen Hochbunker errichten. Er dient heute der Initiative 9.November als Erinnerungs- und Begegnungsort.
Die virtuelle Rekonstruktion der Synagoge Friedberger Anlage ist Teil eines seit über 30 Jahren fortlaufenden Forschungsprojektes am Fachgebiet Digitales Gestalten der TU Darmstadt. Über 50 Synagogen aus ganz Deutschland sind bereits rekonstruiert worden oder aktuell in der Bearbeitung, siehe www.virtuelle-synagogen.de
Mehr Informationen, Bilder und ein Film zur virtuellen Rekonstruktion der Synagoge Friedberger Anlage: Sammlung – Synagogen in Deutschland – IDOVIR
Das Projekt wurde gefördert von der Stiftung Giersch.