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SUMMARY:Führung: „Synagogen in Deutschland – Eine virtuelle Rekonstruktion“ mit Dr. Marc Grellert
DESCRIPTION:Anlässlich der Wiedereröffnung am 30. April wird der Kurator Dr. Marc Grellert durch die Ausstellung führen.\n \nDie Ausstellung wurde vom Institut für Auslandsbeziehungen in Kooperation mit der Technischen Universität Darmstadt – Fachgebiet Digitales Gestalten entwickelt. Sie zeigt mit digitalen Technologien die virtuelle Rekonstruktion von mehr als 25 Synagogen\, die zusammen mit vielen anderen 1938 im Novemberpogrom von Nationalsozialisten zerstört wurden. \nZiel der Ausstellung ist es\, mit der Visualisierung der Synagogen den kulturellen Verlust und die städtebauliche Bedeutung der zerstörten Bauwerke zu veranschaulichen und die kulturelle Blüte jüdischer Gemeinden zu zeigen. Die Ausstellung führt die Besucher unweigerlich zu der Frage\, warum es diese Bauwerke und ihre Gemeinden nicht mehr gibt. Geschichte wird durch emotionale Momente nähergebracht. Die digitalen Bilder vermögen Barrieren des Kennenlernens jüdischer Kultur abzubauen – der meist unbekannte Raum einer Synagoge kann auf diese Weise mit Virtual Reality erkundet werden. \nIm ersten Teil werden der damalige gesellschaftliche und politische Kontext sowie das Ausmaß der Zerstörung gezeigt. Im zweiten Teil vermitteln Projektionen\, Animationen und Virtual-Reality die zerstörte Pracht der Gotteshäuser. Ihre Architektur und Geschichte können Besucher:innen zusätzlich an Bildschirm-Arbeitsplätzen selbst erkunden. \nDie Ausstellung richtet sich v.a. an Jugendliche und junge Erwachsene sowie alle Interessierte von Nah und Fern. Geplant sind fachkompetente Führungen. \nWir danken dem Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur\, dem Kulturamt Frankfurt am Main\, der Stiftung Polytechnische Gesellschaft\, der Stiftung Citoyen sowie den vielen privaten Spendern für ihre großzügige Unterstützung. Dank der guten Zusammenarbeit vom Amt für Bau und Immobilien der Stadt Frankfurt und der Initiative 9. November e.V. konnte durch umfassende Brandschutzmaßnahmen die Nutzung des 2. Obergeschoss realisiert werden.
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SUMMARY:Führung: „Displaced Persons – Vom DP-Lager Föhrenwald nach Frankfurt am Main“ mit Zeitzeuge Majer Szanckower
DESCRIPTION:Anlässlich der Wiedereröffnung am 30. April wird unser Ehrenmitglied und Zeitzeuge Majer Szanckower durch unsere Ausstellung DP-Lager Föhrenwald führen. \nDie Ausstellung nähert sich der Geschichte jüdi­scher Familien in Frankfurt in der Nachkriegszeit gewissermaßen »von unten«\, ist also wesentlich aus Berichten\, Familienfotos und -dokumenten der Zeitzeug*innen der zweiten Generation hervorgegan­gen. Die Ausstellung zeigt\, wie neu gekommene jüdische Einwohnerinnen in der Waldschmidtstraße nicht zurückgekehrte Frankfurter\, sondern Über­lebende aus dem Osten Europas waren\, die nach etlichen Jahren vor allem im DP-Lager Föhrenwald\, dem größten in der amerikanischen Besatzungszone\, 1956/57 von bayerischen Behörden Frankfurt zugewie­sen worden waren. Keiner von ihnen hatte ursprüng­lich im Land der Täter bleiben wollen; aus gesund­heitlichen\, finanziellen oder beruflichen Gründen war aber eine Auswanderung nicht ermöglicht worden. Nachdem 1951 die administrative Zuständigkeit für Föhrenwald gewechselt hatte\, erlangte mit Theodor Oberländer als Staatssekretär für Flüchtlingsfragen ein Nazi der ersten Stunde und im Krieg in anti­semitische Mordaktionen involvierter Täter die poli­tische Oberhoheit über das jüdische DP-Lager. Seine Laufbahn in der jungen Bundesrepublik steht exem­plarisch für zahllose Nachkriegskarrieren gerade im Beamten- und Justizapparat. \nCirca 30 Familien kamen zusammen mit ihren zum Teil in Föhrenwald geborenen Kindern in die beiden Wohnblöcke der Nassauischen Heimstätte im Frankfurter Ostend. Die Ausstellung geht den Fragen nach\, wie die Kinder der Holocaustüberlebenden ihre Kindheit und Jugend erlebt haben? Wie war eine Integration möglich vor dem Hintergrund dessen\, was die Eltern erlitten hatten und die Generation der Täter beharrlich beschwieg? Welche Entwicklungen halfen\, dieses Schweigen zu durchbrechen und gegen härte­ste Widerstände Aufklärung zu leisten? Warum sind die Erinnerungen der Zeitzeug*innen der ersten und zweiten Generation wichtiger denn je?
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