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SUMMARY:Führung: „Jüdisches Leben heute“ mit Rafael Herlich
DESCRIPTION:Anlässlich der Wiedereröffnung am 30. April wird der Fotograf Rafael Herlich durch die Ausstellung führen. \nRafael Herlich erzählt in seinen Fotografien seine eigene Geschichte und die von Jüdinnen und Juden aus ganz Deutschland. \nRafael Herlich lebt und arbeitet seit 44 Jahren als Fotograf in Frankfurt. In die Stadt am Main kam er\, nachdem er im Alter von 18 Jahren und noch in Israel lebend einen Anruf aus Deutschland erhielt: Sein Vater\, den er bis dahin nicht kannte\, wollte den Sohn nach all der Zeit endlich treffen. Herlichs Vater überlebte während des Nationalsozialismus das Konzentrationslager. Der erst zwei Monate alte Halbbruder und die neue Frau des Vaters wurden ermordet. Auch die Großeltern und weitere Familienmitglieder Rafael Herlichs kamen in verschiedenen Konzentrationslagern ums Leben. Heute verarbeitet der Fotograf diese Familiengeschichte in seinen Bildern\, die derzeit im Hochbunker in der Friedberger Anlage zu sehen sind.
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SUMMARY:Wiedereröffnung der Ausstellungen
DESCRIPTION:Die Winterpause ist vorbei und wir öffnen wieder regelmäßig den Bunker für den Besuch unserer Ausstellungen. \nAnlässlich unserer Wiedereröffnung am 30. April bieten wir zu jeder unserer fünf Ausstellungen eine eigene Führung an. Besonders freuen wir uns das erneut unser Ehrenmitglied und Zeitzeuge Majer Szanckower durch unsere Ausstellung zu Displaced Persons im Lager Föhrenwald und die Kuratorin Judith Freise durch die Ausstellung zu verfolgten jüdischen MusikerInnen führen werden. \n11:00 „Jüdisches Leben in Deutschland Heute“ mit dem Fotografen Rafael Herlich\n11:30 „Ostend – Blick in ein jüdisches Viertel“ Führung organisiert durch das Jüdische Museum Frankfurt\n12:00 „Musik als Form geistigen Widerstands – verfolgte Jüdische Musikerinnen und Musiker 1933 – 1945. Das Beispiel Frankfurt am Main“ mit der Kuratorin Judith Freise\n12:30 „Synagogen in Deutschland – Eine virtuelle Rekonstruktion“ mit dem Kurator Dr. Marc Grellert\n13:00 „Displaced Persons – Vom DP-Lager Föhrenwald nach Frankfurt am Main“ mit Zeitzeuge Majer Szanckower \nAb dem 30. April bis Ende November haben wir jeden Mittwoch von 17-19 Uhr und jeden Sonntag von 11-14 Uhr geöffnet. Alle zwei Wochen findet eine Führung durch die Ostend Ausstellung statt.
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SUMMARY:Führung: Ostend – Blick in ein jüdisches Viertel
DESCRIPTION:Das Frankfurter Ostend hatte im Jahre 1895 mit etwa 45 Prozent den höchsten Anteil an jüdischer Bevölkerung in der Stadt\, viele davon osteuropäische Zuwanderer. Die größte Synagoge Frankfurts wurde im Jahre 1907 an der Friedberger Anlage festlich eingeweiht. Es gab soziale und religiöse Einrichtungen wie Thora-Schulen\, Suppenküchen\, Krankenhäuser und Kindergärten. In der NS-Zeit wurde der Stadtteil ein Zufluchtsort für jüdische Menschen aus dem Umland Frankfurts. Die Großmarkthalle war 1941/1942 Ausgangspunkt der Massendeportationen. Nach dem Krieg entwickelten sich im Ostend langsam neue Anfänge jüdischen Lebens. \nDie Ausstellung „Ostend. Blick in ein jüdisches Viertel“\, untergebracht in einem Bunker aus dem Zweiten Weltkrieg\, beleuchtet diese Geschichte. Die Führung durch die Ausstellung dauert 60 Minuten. \nAnmeldung unter besuch.jmf@stadt-frankfurt.de
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SUMMARY:Führung: „Musik als Form geistigen Widerstands“ mit Judith Freise
DESCRIPTION:Anlässlich der Wiedereröffnung am 30. April wird die Kuratorin Judith Freise durch die Ausstellung führen. \nMit umfangreichem Bild- und Textmaterial aus in- und ausländischen Archiven zeichnen Martini und Freise die Geschichte der jüdischen Musikerinnen und Musiker und ihrer In­stitutionen in Frankfurt am Main und ihrer Entrechtung in der NS-Zeit nach­. Nicht weniger werden aber auch die Versuche dokumentiert\, der Verfolgung eigene Widerstandsformen entgegenzusetzen. Der erste Band um­fasst ein einzigartiges Bildmaterial mit Hunderten von Abbildungen\, ergänzt um eine Fülle informativer Texte und Dokumente. Hinzu kommen zahlreiche Musikerbiografien. Der zweite Band versammelt eine große Auswahl von An­kündigungen\, Artikeln\, Rezensionen\, Registern u.a.m.\, insbesondere aus dem Frankfurter Israelitischen Gemeindeblatt 1933-1938.
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CATEGORIES:Führung Musik Ausstellung
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SUMMARY:Führung: „Synagogen in Deutschland – Eine virtuelle Rekonstruktion“ mit Dr. Marc Grellert
DESCRIPTION:Anlässlich der Wiedereröffnung am 30. April wird der Kurator Dr. Marc Grellert durch die Ausstellung führen.\n \nDie Ausstellung wurde vom Institut für Auslandsbeziehungen in Kooperation mit der Technischen Universität Darmstadt – Fachgebiet Digitales Gestalten entwickelt. Sie zeigt mit digitalen Technologien die virtuelle Rekonstruktion von mehr als 25 Synagogen\, die zusammen mit vielen anderen 1938 im Novemberpogrom von Nationalsozialisten zerstört wurden. \nZiel der Ausstellung ist es\, mit der Visualisierung der Synagogen den kulturellen Verlust und die städtebauliche Bedeutung der zerstörten Bauwerke zu veranschaulichen und die kulturelle Blüte jüdischer Gemeinden zu zeigen. Die Ausstellung führt die Besucher unweigerlich zu der Frage\, warum es diese Bauwerke und ihre Gemeinden nicht mehr gibt. Geschichte wird durch emotionale Momente nähergebracht. Die digitalen Bilder vermögen Barrieren des Kennenlernens jüdischer Kultur abzubauen – der meist unbekannte Raum einer Synagoge kann auf diese Weise mit Virtual Reality erkundet werden. \nIm ersten Teil werden der damalige gesellschaftliche und politische Kontext sowie das Ausmaß der Zerstörung gezeigt. Im zweiten Teil vermitteln Projektionen\, Animationen und Virtual-Reality die zerstörte Pracht der Gotteshäuser. Ihre Architektur und Geschichte können Besucher:innen zusätzlich an Bildschirm-Arbeitsplätzen selbst erkunden. \nDie Ausstellung richtet sich v.a. an Jugendliche und junge Erwachsene sowie alle Interessierte von Nah und Fern. Geplant sind fachkompetente Führungen. \nWir danken dem Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur\, dem Kulturamt Frankfurt am Main\, der Stiftung Polytechnische Gesellschaft\, der Stiftung Citoyen sowie den vielen privaten Spendern für ihre großzügige Unterstützung. Dank der guten Zusammenarbeit vom Amt für Bau und Immobilien der Stadt Frankfurt und der Initiative 9. November e.V. konnte durch umfassende Brandschutzmaßnahmen die Nutzung des 2. Obergeschoss realisiert werden.
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SUMMARY:Führung: „Displaced Persons – Vom DP-Lager Föhrenwald nach Frankfurt am Main“ mit Zeitzeuge Majer Szanckower
DESCRIPTION:Anlässlich der Wiedereröffnung am 30. April wird unser Ehrenmitglied und Zeitzeuge Majer Szanckower durch unsere Ausstellung DP-Lager Föhrenwald führen. \nDie Ausstellung nähert sich der Geschichte jüdi­scher Familien in Frankfurt in der Nachkriegszeit gewissermaßen »von unten«\, ist also wesentlich aus Berichten\, Familienfotos und -dokumenten der Zeitzeug*innen der zweiten Generation hervorgegan­gen. Die Ausstellung zeigt\, wie neu gekommene jüdische Einwohnerinnen in der Waldschmidtstraße nicht zurückgekehrte Frankfurter\, sondern Über­lebende aus dem Osten Europas waren\, die nach etlichen Jahren vor allem im DP-Lager Föhrenwald\, dem größten in der amerikanischen Besatzungszone\, 1956/57 von bayerischen Behörden Frankfurt zugewie­sen worden waren. Keiner von ihnen hatte ursprüng­lich im Land der Täter bleiben wollen; aus gesund­heitlichen\, finanziellen oder beruflichen Gründen war aber eine Auswanderung nicht ermöglicht worden. Nachdem 1951 die administrative Zuständigkeit für Föhrenwald gewechselt hatte\, erlangte mit Theodor Oberländer als Staatssekretär für Flüchtlingsfragen ein Nazi der ersten Stunde und im Krieg in anti­semitische Mordaktionen involvierter Täter die poli­tische Oberhoheit über das jüdische DP-Lager. Seine Laufbahn in der jungen Bundesrepublik steht exem­plarisch für zahllose Nachkriegskarrieren gerade im Beamten- und Justizapparat. \nCirca 30 Familien kamen zusammen mit ihren zum Teil in Föhrenwald geborenen Kindern in die beiden Wohnblöcke der Nassauischen Heimstätte im Frankfurter Ostend. Die Ausstellung geht den Fragen nach\, wie die Kinder der Holocaustüberlebenden ihre Kindheit und Jugend erlebt haben? Wie war eine Integration möglich vor dem Hintergrund dessen\, was die Eltern erlitten hatten und die Generation der Täter beharrlich beschwieg? Welche Entwicklungen halfen\, dieses Schweigen zu durchbrechen und gegen härte­ste Widerstände Aufklärung zu leisten? Warum sind die Erinnerungen der Zeitzeug*innen der ersten und zweiten Generation wichtiger denn je?
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